International
Brasilien: Polizeistreik gefährdet Karneval
Eine Woche vor dem Auftakt des Karnevals in Rio de Janeiro haben Polizisten im brasilianischen Staat Rio Streikaktionen beschlossen. Trotz bereits versprochener Lohnerhöhung wollen sie so für mehr Geld kämpfen. Im Bundesstaat Bahia wurde ein ähnlicher Arbeitskampf derweil vom Militär beendet.
Bild
Artikel bewerten
Artikel teilen
Die vom Parlament genehmigte Lohnerhöhung beträgt nur die Hälfte der von den Polizisten geforderten Steigerung. In kaum einem brasilianischen Staat werden Polizisten schlechter bezahlt.
Mit dem Arbeitsboykott der Gesetzeshüter steht auch der geregelte Ablauf des am 17. Februar beginnenden Karnevals auf der Kippe. Jedes Jahr kommen rund 800'000 Touristen in die Metropole, die sechs Millionen Einwohner zählt. Soldaten sollen nun während des Streiks an der Copacabana für Ordnung sorgen.
Streikende Polizisten in Bahia geben auf
Im Bundesstaat Bahia hat die Armee bereits Erfahrung als Ordnungshüter sammeln können: Während des 9-tägigen Streiks von 10‘000 Polizisten war die Kriminalitätsrate dort sprunghaft angestiegen. Die Regierung entsandte daraufhin 3500 Soldaten und Bundespolizisten zur Wiederherstellung der inneren Sicherheit.
Auch direkt gegen die streikenden Polizisten wurde die Armee eingesetzt: Soldaten feuerten mit Gummischrot und Tränengas auf die Streikenden und ihre Angehörigen, die zur Unterstreichung ihrer Forderungen das Regionalparlament in Salvador de Bahia besetzt hatten.
Das zeigte die gewünschte Wirkung: Gestern gaben die letzten der ausharrenden Polizisten die Besetzung des Parlaments auf; zwei der Streikführer wurden festgenommen.
(sda/falt)
Meldungen im Tagesverlauf
- Vier Kandidaten wollen oberster Bauer werden
- Andrei Arschawin: Heimkehr als Erfolgsrezept?
- Annan kämpft in Syrien weiter für Frieden
- Zum Thronjubiläum: William zeigt sein Lieblingsbild mit der Oma
- Italiens EURO-Starter bekannt, Testspiel abgesagt
- SP-Fraktion gegen Steuerabkommen
- Ein Wechsel im irischen Kader
- Norditalien: Zwei schwere Beben innert weniger Stunden
- Bussendepots bei Ausländern sind erlaubt
- Studie kritisiert MSC-Fischlabel
- Session beginnt für Jungparlamentarier auf Twitter
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Frankreich verzichtet für EURO auf Gourcuff
- Bald-Papa Robbie Williams: Für seine Kleine macht er sich fit
- Migros deklariert Produkte aus besetzten Gebieten
- Griechenland gibt EURO-Kader bekannt


Norditalien: Zwei schwere Beben innert weniger Stunden
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
SP-Fraktion gegen Steuerabkommen
Bussendepots bei Ausländern sind erlaubt
Session beginnt für Jungparlamentarier auf Twitter
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
SP könnte Steuerabkommen kippen


















