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Nobel Biocare kommt nicht vom Fleck

Donnerstag, 9. Februar 2012, 11:19 Uhr

Der Zahnimplantate-Hersteller Nobel Biocare muss für das Geschäftsjahr 2011 erneut einen Gewinnrückgang hinnehmen. Auch der Umsatz fiel tiefer als im Vorjahr aus. Und die Aussichten sind verhalten.

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Der Reingewinn von Nobel Biocare fiel mit 39,8 Millionen Euro im letzten Jahr 12,9 Prozent tiefer aus als im Vorjahr, wie der Zahnimplantate-Hersteller bekannt gab. Der Umsatz ging um 1,3 Prozent auf 569,2 Millionen Euro zurück. Ohne Euroschwäche wäre der Umsatz bloss um 0,7 Prozent gesunken.

Bild Zwei Zahnimplantate
Nobel Biocare brachte letztes Jahr auch neue Produkte auf den Markt. pd

Der Betriebsgewinn EBIT sank um fast 15 Prozent auf 72,1 Mio. Euro. Nobel Biocare begründet das Minus mit den ausserordentlichen Aufwendungen aufgrund der Naturkatastrophe in Japan, dem Wechsel an der Konzernspitze sowie dem schwachen Euro.

Besonders im ersten Halbjahr 2011 lief es nicht rund. Im vierten Quartal und im zweiten Halbjahr hat das Unternehmen laut Konzernchef Richard Laube die angekündigten Leistungen erfüllt. Nach dem überraschenden Abgang von Domenico Scala hatte Laube im Mai die Führung übernommen. Die Strategie des Unternehmens wurde neu ausgerichtet.

Neue Strategie und neue Verwaltungsräte

Im vierten Quartal führte Nobel Biocare mehrere Produkte-Innovationen ein - unter anderem drei neue Implantate. Im Rahmen der neuen Strategie will das Unternehmen sein Angebot im laufenden Jahr "konsequenter auf die Bedürfnisse der Patienten und Kunden ausrichten".

An der Generalversammlung Ende März schlägt Nobel Biocare den Aktionären 3  neue Verwaltungsräte zur Wahl vor: Michel Orsinger, Georg Watzek und Juha Raisanen. Sie brächten alle umfassende Erfahrungen im Geschäftsbereich der Firma mit. Orsinger, Konzernchef und Präsident des Medizinaltechnik-Konzerns Synthes, soll auch das Präsidium des Nobel-Biocare-Verwaltungsrates übernehmen. Er löst somit den interimistischen Präsidenten Rolf Watter ab.

Analysten rümpfen die Nase

Nobel Biocare erwartet für 2012 anspruchsvolle wirtschaftliche Bedingungen in diversen europäischen Märkten. Dies dürfte sich auch auf den Dental-Implantatmarkt auswirken. Vor diesem Hintergrund erwartet das Unternehmen für 2012 ein Marktwachstum im tiefen einstelligen Prozentbereich. Wachstumsimpulse würden dabei insbesondere aus Nordamerika erwartet.

Analysten bezeichneten das Ergebnis als insgesamt negativ. Einzig das Nordamerika-Geschäft vermochte gewisse Marktbeobachter zu begeistern. Vom Ausblick für das Geschäftsjahr 2012 zeigte sich die Mehrheit allerdings enttäuscht. Der Markt zeige zurzeit keine klaren Zeichen für eine Verbesserung, lautete der Tenor.

(sda/coro)

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