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Index der Konsumentenstimmung (2010 - 2012)
Quelle: Seco
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Wirtschaft
Konsumentenstimmung leicht erholt
Überraschenderweise hat sich das Konsumklima in der Schweiz in den vergangenen Monaten verbessert. Es handelt sich aber um keine Trendwende, sondern um eine Stabilisierung auf tiefem Niveau.
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Der Index der Konsumentenstimmung erreichte im Januar 2012 ein Niveau von -19 Punkten. Diese leichte Aufhellung sei auf positivere Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung zurückzuführen, teilt das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO mit. In den vier letzten Umfragen hatten die Werte bei -24 (Oktober 2011), -17 (Juli 2011), -1 (April 2011) und +10 (Januar 2011) gelegen.
Von einer «marginalen Verbesserung auf einem tiefen Niveau», sprach Bruno Parnisari, Chef des Bereichs Konjunktur beim SECO. Die Situation bleibe fragil. Eine Ankündigung einer schlechten Nachricht im Zusammenhang mit der EU-Schuldenkrise könnte einen neuerlichen Rückgang provozieren.
Insgesamt bedeuteten die Zahlen eine Stabilisierung: Die Beurteilung der Gegenwart habe sich nicht mehr massgeblich verschlechtert und in die Zukunft schauten die Konsumenten weniger pessimistisch. Gemäss Seco zeichne sich ab, dass die Wahrscheinlichkeit von Horrorszenarien in der EU-Schuldenkrise gesunken sei.
Überrascht von der Verbesserung der Konsumentenstimmung ist der Chefökonom der VP Bank, Jörg Zeuner. Im Vergleich zur Vorperiode hätten sich die wirtschaftlichen Aussichten für die Schweiz aber spürbar eingetrübt. Die hohe Abhängigkeit von der wachstumsschwachen Eurozone und der starke Franken machten sich zunehmend bemerkbar.
In Kombination mit deflationären Tendenzen seien die Haushalte geneigt den Konsum weiter in die Zukunft zu verschieben. Die erfolgte Trendwende am Arbeitsmarkt sorge neuerdings für eine zusätzliche Verunsicherung der Konsumenten. Die privaten Haushalte werden ihren Konsum trotz Stimmungsaufhellung vorerst weiter zurückhalten.
Konsumentenstimmung
In den Monaten Januar, April, Juli, Oktober werden im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO etwa 1‘100 Haushalte befragt. Es geht um eine subjektive Einschätzung der Wirtschaftslage, der finanziellen Lage des Haushaltes oder der Sicherheit der Arbeitsplätze. Ziel ist es, anhand der Fragen einen Index der Konsumentenstimmung zu berechnen. Der nächste Index wird am 8. Mai veröffentlicht.
(awp/sda/mery)
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