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Konjunktur: Die Talfahrt hält an

Donnerstag, 9. Februar 2012, 14:16 Uhr

Die Wirtschaftslage in der Schweiz bleibt angespannt: Die Geschäftslage der Schweizer Unternehmen hat sich in den letzten Monaten weiter verschlechtert. Vor allem stark exportorientierte Branchen vermelden Ergebnisse, die eine Rezession anzeigen.

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Seit Mitte 2011 habe sich die Geschäftslage der Unternehmen in der Schweiz spürbar verschlechtert, teilte die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) mit. Im ersten Quartal 2012 setze sich der Konjunkturabschwung fort.

 

Bild Blick in ein leeres Restaurant. Der Kellner verlässt es eben durch die Eingangstür.
Vor allem im Gastgewerbe rechnet man mit leeren Stühlen und Personalabbau. keystone

Er dürfte allerdings weniger stark ausfallen als im vierten Quartal. Vor allem stark exportorientierte Branchen vermeldeten Ergebnisse, die eine Rezession anzeigten, so die KOF. Als «anhaltend gut» hätten dagegen die binnenmarktorientierten Unternehmen ihre Lage empfunden.

Erläuterungen zu den Konjunktur-Daten von Jan–Egbert Sturm, Leiter KOF

Nicht nur im Gastgewerbe, sondern allgemein rechnen die Unternehmer mit Personalabbau. Aufgrund der Meldungen der Umfrageteilnehmer dürfte die Beschäftigung bereits im vierten Quartal 2011 leicht rückläufig gewesen sein. Einen Personalabbau dürfte es in den nächsten Monaten vor allem in der Industrie und im Gastgewerbe geben. Lediglich im Projektierungssektor und bei den übrigen Dienstleistungen wird mit einem Personalaufbau gerechnet.

Zuversicht sinkt auch im Baugewerbe

In der Industrie leiden vor allem die Textil- und die Papierindustrie, wie die KOF weiter mitteilte. Die Kapazitätsauslastung in der gesamten Industrie sank auf 82,6 Prozent. Sie liegt damit unter dem langjährigen Durchschnitt von 84 Prozent.

Gemäss Umfrage beurteilen die Industrieunternehmen ihre Geschäftslage im Januar weiterhin als noch knapp befriedigend. Dies bedeutet gegenüber dem Vormonat keine weitere Verschlechterung. Erstmals rechnet nun auch das Baugewerbe mit einer rückläufigen Bautätigkeit. Der Rückgang finde aber von einem hohen Niveau aus statt, halten die KOF-Ökonomen fest.

Versicherungen auf der sicheren Seite

Der Handel erwartet leicht sinkende Umsätze. Der Pessimismus sei mittlerweile bei allen Detailhändlern nahezu gleich stark, unabhängig von ihrer Grösse, stellt die KOF fest.

Das Gastgewerbe befürchtet erneut einen deutlichen Nachfragerückgang. Im zweiten Halbjahr 2011 sei insbesondere die Nachfrage bei den Hotels eingebrochen.

Vorsichtig positive Signale kommen laut KOF aus dem Finanz- und Versicherungssektor. Die Banken beurteilen ihre Geschäftslage insgesamt leicht positiver als noch vor drei Monaten. Bei den Versicherungen wird die Geschäftslage nach wie vor als gut bezeichnet. Bei einer leicht gesunkenen Nachfrage in den letzten drei Monaten habe die Zahl der Versicherungsverträge gehalten werden können.

(sda/from)

Kommentare aktiv...

D. Koller, Basel
(Thinkmore Mann)
Verfasst am: 9.2.2012 22:39

"Diesmal wird alles anders!"

Es ist schon erstaunlich dass praktisch niemand... mehr

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J. Raguth
(fb_100001218212105 Mann)
Verfasst am: 9.2.2012 15:46

nach der

talfahrt kommt meistens die berg-fahrt.. [1] 

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L. Kunz, Sallneck
(xylol Mann)
Verfasst am: 9.2.2012 15:05

das ist das Problem mit dem starken Franken...

Eigene Währung, die Spielball weltweiter... mehr

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