Vermischtes
Hart, härter, am härtesten – Kleine Schneebader in der Ukraine
Ganz Europa stöhnt unter der extremen Kälte. Ganz Europa? Nicht wirklich, denn ein paar ukrainischen Knirpsen im Kindergartenalter kann es gar nicht kalt genug sein. Ihr ungewöhnliches Hobby: Schneebaden.
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Während überall im Land die Schule aufgrund der extremen Kälte ausfällt, herrscht im Kindergarten der ukrainischen Kleinstadt Wolynski freudige Erwartung. Schneebaden steht auf dem Programm und die Steppkes sind kaum zu bremsen.
Dass die Kleinen der Kälte trotzen, kommt aber nicht von ungefähr. «Bereits im Sommer beginnen wir mit den Übungen», meint eine der Erzieherinnen. Dann würden die Kinder im Freien kalt abgeduscht. Im Herbst dann das gleiche Programm. Zusätzlich werde die Raumtemperatur jeden Tag um zwei Grad reduziert.
Kinderleicht – aber nichts für Erwachsene
Im Winter erfolgt dann die Belohnung für das harte Training. Nach einer erwärmenden Tätigkeit – meist wird Schnee geschippt – geht es zunächst ab in die Sauna und dann in den minus 15 Grad kalten Schnee. «Es ist überhaupt nicht kalt», sagt der fünfjährige Dima Avramchuk, «und krank werde ich auch nie», versichert er.
So begeister die Kinder im Schnee auch toben, alle Versuche, die Eltern zum Mitmachen zu animieren, scheitern kläglich. «Ganz ehrlich, ich würde nie bei der Kälte halbnackt durch den Schnee rennen. Aber unsere Tochter bettelt uns immer wieder mit ihr Schneebaden zu gehen», sagt Irina Sopilnyak.
Seit 12 Jahren wird das Schneebad in der Kinderkrippe praktiziert. Die Zahl der Erkrankungen sei merklich zurückgegangen, weiss die Chefin Ludmilla Ilkina. «Das macht nicht nur die Kinder froh, sondern auch deren Eltern, die sich über gesunde Sprösslinge freuen dürfen.»
(maiu)
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