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Bittere Rache an Exil-Syrern in der Schweiz

Thomas Vogel
Donnerstag, 9. Februar 2012, 22:42 Uhr, Aktualisiert 10.02.2012, 4:58 Uhr

Syrische Demonstranten, die letztes Wochenende in Genf demonstriert hatten, sind geschockt. Ihre Familienangehörigen sind angeschossen, verhaftet oder verschleppt worden. Dies berichtet «10vor10».

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Syriens Rache an den Angehörigen

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Der Bruder von Mohamad Solainan bekam am Montag Besuch vom syrischen Geheimdienst. Ohne lange zu fackeln zogen sie die Pistole und schossen ihm ins Bein.

Der Mann fiel zu Boden, die Beamten schlugen auf seinen Schädel ein. Sie liessen ihn liegen, verschleppten seinen Vater. Solainan sagt gegenüber «10vor10»: «Als ich gestern am Telefon davon erfahren habe, wurde ich fast ohnmächtig. Ich bin abgehauen aus Syrien, und mein Bruder muss jetzt dafür bluten.»

Zwei Tage zuvor hatte Mohamad Solainan in Genf gegen den syrischen Präsidenten Assad demonstriert. Es kam zu Ausschreitungen mit der Polizei. Die kurdischen Syrer versuchten, die Botschaft zu stürmen. Bilder davon kamen in die Zeitungen, ins Fernsehen und ins Internet.

Syrische Spione in der Schweiz?

Wer mag die Exil-Syrer aus der Schweiz verraten haben? Gibt es Spione in der Schweiz, die aufsässige Syrer aus Genf nach Damaskus melden? «10vor10» wandte sich an die syrische Botschaft in Genf. Doch dort war niemand zu sprechen. In Deutschland hat ein ähnlicher Vorfall für Aufsehen gesorgt.

Deutschland hat heute vier syrische Diplomaten des Landes verwiesen, weil sie syrische Oppositionelle bespitzelt haben sollen. Aussenminister Westerwelle heute vor der Presse: «In Deutschland werden keine syrischen Oppositionelle unter Druck gesetzt. Das können wir in keiner Weise akzeptieren.» Die Schweiz hingegen unternimmt nichts gegen eine Unterdrückung von Exil-Syrern. Dies, obwohl es hier Anzeichen dafür gibt, dass mit Oppositionellen aus Syrien genau so hart umgegangen wird wie in Deutschland.

Exil-Syrer kämpfen weiter

Ein Zufall scheint die Aktivität des syrischen Geheimdienstes jedenfalls nicht zu sein. Dara Jouma, ebenfalls Exil-Syrer mit Wohnsitz in der Schweiz, hat am letzten Samstag ebenfalls an der Demonstration in Genf teilgenommen. Gestern bekam er einen Anruf von seiner Familie aus der Heimat. Jouma gegenüber «10vor10»: «Sie sagten mir, meine Verlobte sei am Montag verhaftet worden. Meinen Vater haben sie auch mitgenommen. Keiner weiss, wo er sich jetzt befindet.»

Ziel der syrischen Gewalt gegen Angehörige von Oppositionellen ist, sie einzuschüchtern und mundtot zu machen. Diese Rechnung wird aber nicht aufgeben. Trotzig sagt Mohamad Solainan: «Selbst wenn meine Angehörigen sterben müssen. Ich kämpfe weiter. Ich kann gar nicht anders.»

Kommentare aktiv...

M. Roe, Gwatt
(rmr Frau)
Verfasst am: 10.2.2012 12:59

Nicht nur Diplomaten könnten verraten...

Die Spitzel könnten sogar als Asylanten... mehr

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J. simon, erlach
(Freudianer Mann)
Verfasst am: 10.2.2012 11:50

Die Geheimdienste

für was stehen die eigentlich weltweit zu... mehr

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T. Hofer, Rosshäusern
(T.Hofer Mann)
Verfasst am: 10.2.2012 10:56

Kopfschütteln..!

"Die kurdischen Syrer versuchten, die... [1]  mehr

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