Wirtschaft
Roche: Übernahmekampf geht weiter
Die US-Gentechnikfirma Illumina hat das feindliche Übernahmeangebot des Basler Pharmariesen Roche als zu niedrig zurückgewiesen. Konzernchef Schwan lässt aber nicht locker und kämpft weiter um das US-Unternehmen.
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Illumina zeigt sich nach wie vor unbeeindruckt von der feindlichen Offensive aus Basel. Das Direktorium glaube fest daran, dass Illumina als unabhängiges Unternehmen für die Aktionäre deutlich wertvoller sei als die Roche-Offerte verspricht.
Dies teilten die Amerikaner in einem am Dienstag veröffentlichten Brief an Roche mit. Die Schweizer wollen Illumina für 5,7 Mrd. Dollar übernehmen und damit ihr Diagnostikgeschäft ausbauen.
Roche-Konzernchef Severin Schwan will nach der Abfuhr aus San Diego nicht aufgeben. Roche sei weiterhin davon überzeugt, den Illumina-Aktionären ein attraktives und faires Kaufangebot unterbreitet zu haben, teilte der Basler Pharmakonzern mit.
«Wir sind enttäuscht», wird Roche-Chef Schwan in der Mitteilung zitiert. «Wie wir bereits betont haben, bleibt unsere Präferenz, eine einvernehmliche Übernahmevereinbarung mit Illumina zu treffen», sagte er weiter. Roche sei jederzeit zu Gesprächen bereit.
Illumina als strategischer Eckpfeiler für die Zukunft
Der Basler Pharmakonzern hatte Anfang Monat ein feindliches Übernahmeangebot lanciert: Roche legte den Aktionären des US-Gentechnik-Spezialisten Illumina eine Kaufofferte über 44,50 Dollar je Aktie vor. Dies hätte einen Unternehmenswert von 5,7 Mrd. Dollar ergeben. Am vergangenen Dienstag wies Illumina das Angebot offiziell als «zu niedrig» zurück.
Roche will die personalisierte Medizin Pharma und Diagnostik stark vorantreiben. Deshalb ist der Konzern so stark an Illumina interessiert. Die Gentechnikfirma gilt als ausgewiesener Spezialist in der Entschlüsselung von Erbgut.
(sda/reuters/blur)
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