Vermischtes
Galaktisches Dinner: Zwerg frisst Zwerg
In der Erforschung von Galaxien ist Astronomen ein grosser Coup gelungen: Sie entdeckten, wie sich eine Zwerggalaxie ihren noch kleineren Begleiter einverleibt.
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Das Entdeckte vervollständigt das Bild der Galaxienentwicklung im Kosmos, wie das Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg in einer Mitteilung schreibt. Bislang sei ein solcher galaktischer Kannibalismus nur bei grossen Sternensystemen beispielsweise vom Kaliber unserer Milchstrasse beobachtet worden.
Zwerggalaxie
Zwergalaxien sind die häufigste Galaxienart im Universum. Dabei handelt es sich um Sternensysteme mit weniger als 20‘000 Lichtjahren Durchmesser. Aufgrund ihrer grossen Entfernung zur Erde und der geringen Flächenhelligkeit sind diese allerdings schwierig zu erkennen.
Das kosmische Drama, das zwei Forschergruppen unabhängig voneinander in den Fachblättern «Nature» und «Astrophysical Journal Letters» beschreiben, spielt sich in 12,4 Millionen Lichtjahren Entfernung im Sternbild Jagdhunde ab.
Halbverdaute Galaxie
Gemäss der gängigen Vorstellung bilden sich grosse Galaxien aus der Verschmelzung zahlreicher kleinerer. Unklar ist jedoch, ob sich auch Zwerggalaxien bereits auf diese Weise bilden oder ob sie direkt aus intergalaktischem Gas entstehen.
«Die Modelle sagen vorher, dass Zwerge andere Zwerge verschlingen sollten», erläutert der Forschungsleiter einer der beiden Gruppen, David Martínez-Delgado, in der MPIA-Mitteilung. «Jetzt haben wir eine solche Mahlzeit erstmals direkt beobachten können und so ein wichtiges Puzzlestück der Galaxienentwicklung gefunden.»
Die Forscher hoffen, weitere solche Ereignisse aufzuspüren. MPIA-Astronomin Michelle Collins: «Jetzt, wo wir wissen, wie eine halbverdaute Zwerggalaxie aussieht, sollten wir in der Lage sein, weitere Beispiele für Zwerge zu finden, die andere Zwerge verschlingen.»
(sda/mery)
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I. Ndlovu, Mbombela/NST
)
(Igwenya
Verfasst am: 9.2.2012 9:02
12,4 mio Lichtjahre...
... dann ist wohl das Dinner annaehernd... [1] mehr
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