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Weniger Arbeitslose als vor einem Jahr

Mittwoch, 8. Februar 2012, 8:37 Uhr, Aktualisiert 16:28 Uhr

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent gestiegen. Insgesamt waren Ende Januar 134'317 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren eingeschrieben. Das sind weniger als im Jahr zuvor, die Quote tiefer als erwartet.

Arbeitslosenquote nach Kantonen im Februar 2012Quelle: seco

 

< 2.0 %

 

2.0 - 2.9 %

 

3.0 - 3.9 %

 

4.0 - 4.9%

 

5.0 - 5.9 %

 

> 6 %

Saisonbereinigt verharrt die Arbeitslosenquote bei 3,1 Prozent, so die Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco. Insgesamt waren Ende Januar 134'317 Personen bei Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, das sind 3655 mehr als noch im Dezember. Im Vergleich zum Januar 2011 waren allerdings 14'467 Personen weniger arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang von 9,7 Prozent

Weniger Jugendliche arbeitslos als 2011

Gestiegen ist im vergangenen Januar die Jugendarbeitslosigkeit. Die Zahl Jugendlicher ohne Job erhöhte sich um 559 Personen oder 3 Prozent auf 19'417. Im Vergleich zum Januar 2011 waren allerdings deutlich weniger 15- bis 24-Jährige ohne Stelle (-13,5 Prozent).

Insgesamt registrierte das Seco im Januar 187'417 Stellensuchende, das sind 1711 mehr als noch im Dezember – dabei sind Leute inbegriffen, die in Kürze ihre Stelle verlieren und dies beim Amt bereits gemeldet haben.

Im Vergleich zum Januar 2011 sank die Zahl um 23'499 Personen (-11,1 Prozent). Offene Stellen wurden über die RAV im Januar 17'471 angeboten, das sind 2437 mehr als im Dezember.

Aus den offiziellen Arbeitslosenzahlen gestrichen wurden 2669 Personen. Sie hatten im Verlauf des Monats November 2011 ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft.

Mehr Kurzarbeit

Die Kurzarbeit zog im vergangenen November an. In dem Monat waren 6357 Personen von der reduzierten Arbeitszeit betroffen, das waren 1245 Arbeitnehmende oder 24,4 Prozent mehr als im Oktober 2011. Die Anzahl der Betriebe, die Kurzarbeit einführten, stieg um 103 auf 562 Firmen. Insgesamt fielen so 328'613 Arbeitsstunden aus.

Im Vergleich zum November 2010 waren im November 2011 aber deutlich weniger Betriebe von Kurzarbeit betroffen: Damals hatte das Seco 393'320 Ausfallstunden registriert, aufgeteilt auf 7277 Arbeitnehmende und 948 Firmen. Zahlen zur Kurzarbeit im Dezember 2011 und Januar 2012 sind noch nicht erhältlich.

Baugewerbe drückt auf Statistik

Erneut Federn lassen musste im Januar das saisonabhängige Baugewerbe. Die Anzahl der Arbeitslosen stieg im Vergleich zum Dezember um 979 auf 11'724. Dies bedeutet einen Anstieg um 9,1 Prozent. Auch im Vergleich zum Januar 2011 waren im Januar 2012 im Baugewerbe 125 Personen mehr ohne Stelle.

Dies wirkte sich auf die höhere Arbeitslosenquote bei Ausländern aus. Im Vergleich zum Dezember stieg diese Arbeitslosenquote von 6,8 Prozent auf 7,1 Prozent. Bei den Arbeitnehmenden mit Schweizer Pass blieb die Arbeitslosenquote mit 2,3 Prozent konstant.

Die saisonbedingte Reduzierung der Bautätigkeiten in den Wintermonaten erklärt etwa den Anstieg der Quote bei den Ausländern. So z.B. bei den Portugiesen oder Arbeitern aus dem Westbalkan, welche häufig in der Baubranche tätig seien, erklärt Antje Baertschi Mediensprecherin des Seco «SF Online». «Saisonbereinigt ist die Januar-Quote stabil.»

Land

Quote Dez. 2011

Quote Jan. 2012

Portugal

7.6

8.0

Westbalkan 

6.9

7.2

Frankreich

5.6

5.7

Spanien

4.4

4.5

Italien

4.3

4.4

Deutschland

3.4

3.6

Österreich

3.3

3.4

Im Vergleich zum Dezember stiegen die Arbeitslosenzahlen im Januar auch im Detailhandel (+4,2 Prozent) und im Reparatur- und Autogewerbe (+3,9 Prozent). Auch in diesen beiden Branchen arbeiten laut dem Seco überdurchschnittlich viele Ausländer.

Tiefer als erwartet

In praktisch allen anderen Branchen hat die Arbeitslosigkeit im Zeitraum Januar 2011 bis Januar 2012 abgenommen. Der Anstieg ist im Januar laut Baertschi eher etwas tiefer ausgefallen als erwartet.

«Die neusten Arbeitslosenzahlen zeigen, dass die Abschwächung der Konjunktur weniger stark ausgefallen ist als erwartet», sagt Dominique Babey, Stellvertretender Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco. Auch die Konsequenzen des schwachen Euros spürten die Arbeitnehmenden in der Schweiz noch nicht voll.

Ob sich der Schweizer Arbeitsmarkt weiterhin stabil entwickelt, zeigen die kommenden Monate. Die neuen Seco-Prognosen für das Jahr 2012 werden Mitte März veröffentlicht.

(sda/sf/engf)

Kommentare aktiv...

H. anni, zürich
(shadow_queen Frau)
Verfasst am: 8.2.2012 14:31

@M. Woodtli, Buchs

Da dürfen wir nicht mitreden. Es hatte wohl... mehr

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M. Pelagio-Kerzenmacher, Frauenfeld
(fb_100000719752585 Frau)
Verfasst am: 8.2.2012 11:47

Immerhin kann man ungehindert

Schwarzarbeit ausführen, weil man kein... mehr

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S. Lamprecht, Eglisau
(Verteidiger Mann)
Verfasst am: 8.2.2012 10:54

Wann kommt ...

der grosse Knall am Arbeitsmarkt ? Wann nicht... [1]  mehr

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