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Tausendfache Telefonabzocke: Fahndung auch in der Schweiz

Mittwoch, 8. Februar 2012, 4:06 Uhr

Mindestens 100'000 Telefonkunden sind von einer Firma betrogen worden, die illegal und unbemerkt Geld über die Telefonrechnung einzog. Am Dienstag wurden der Drahtzieher und sieben weitere Männer festgenommen. Auch in der Schweiz wurde ermittelt.

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1000 Polizisten durchsuchten Wohnungen und Büros in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gegen 14 Beschuldigte wird wegen gewerbsmässigen und bandenmässigen Betrugs ermittelt, wie die federführende Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main berichtete.

Umfangreiches Beweismaterial

Die Firma soll seit Mitte 2011 mehr als 1,6 Millionen Euro erbeutet haben. Acht führende Köpfe der Bande wurden festgenommen, darunter der Erfinder der Betrugsmethode, ein 31 Jahre alter Frankfurter, seine «rechte Hand» und der Geschäftsführer einer der beteiligten Firmen. Sie sollen am Dienstag und Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die meisten der 64 Durchsuchungen fanden im Rhein-Main-Gebiet statt. Dabei fiel den Beamten umfangreiches «Beweismaterial» in die Hände.

Wie man Telefonverkäufer abwimmelt

Oft klingelt das Telefon und ein unbekannter Verkäufer will Telefon-Abos, Zeitschriften oder Versicherungen verkaufen. Wie Sie diese mühsamen aber redegewandten Anrufer abwimmeln, erklärt «Espresso» mit schlauen Zuhörer-Beispielen in der Rubrik «Trick 77».

Lücke im Gesetz

Die Bande machte sich einen neuen Passus im deutschen Telekommunikationsgesetz zunutze, die es Netzbetreibern ermöglicht, sogenannte «Mehrwertdienstleistungen» über die Telefonrechnung einzuziehen.

Der Betrügerring habe offensichtlich erkannt, «dass diese Art der Abrechnung die Möglichkeit bietet, leichter als über einen Lastschrifteneinzug vermeintliche Forderungen einzuziehen, da diese Art des Inkasso in der Bevölkerung weitgehend unbekannt ist», erklärte Oberstaatsanwalt Thomas Bechtel. Viele Telefonkunden sähen sich ihre Telefonrechnung gar nicht an.

Gezielt ältere Menschen angerufen

Die Betrüger riefen gezielt ältere Menschen an und köderten sie mit Kosmetik- oder Benzingutscheinen. Dann wurde ihnen ein Gewinnspiel aufgeschwatzt, dessen Beiträge mit der Telefonrechnung eingezogen werden sollten.

Das Einverständnis und den für den Einzug nötigen Berechtigungscode erschwindelten sich die Call Center-Mitarbeiter, indem sie vorgeschobene Fragen stellten, auf die die Kunden nur mit «Ja» antworten konnten.

(dpa/halp)

Kommentare aktiv...

L. Kunz, Sallneck
(xylol Mann)
Verfasst am: 8.2.2012 14:20

Mit den «Mehrwertdiensten»

wurde absichtlich ein Schlupfloch für... mehr

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M. Roe, Gwatt
(rmr Frau)
Verfasst am: 8.2.2012 13:13

Mir passierte das Folgende

Ein Anruf, man konnte den Firmennamen nicht... [1]  mehr

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M. Löhrer, St. Gallen
(cellosftv Mann)
Verfasst am: 8.2.2012 11:04

Ich ...

finde es gibt (sehr) schwarze Schafe in dieser... mehr

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