Schweiz
OSZE: Muslime in der Schweiz zunehmend diskriminiert
Eine Zunahme der Diskriminierung von Muslimen in der Schweiz glaubt die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) festgestellt zu haben. Sie empfiehlt der Schweiz deshalb in einem Bericht, die Bildung einer Dachorganisation für Muslime zu fördern.
Bild
- SF Wissen: Islam und die Schweiz
- Muslime in der Schweiz organisieren ein «Parlament»
- 24.01.12: SVP Wil stellt geplantes Islamzentrum in Frage
- 15.01.12: IZRS sucht Geldgeber für Moschee in Bern
- 06.01.12: Wil sträubt sich gegen muslimischen Neubau
- 21.11.11: Geldbussen für drei Burka-Trägerinnen in Frankreich
- 29.10.11: Muslime protestieren gegen Islamophobie
- 04.10.11: Migranten geht es gesundheitlich oft weniger gut als Schweizern
- 10.09.11: 9/11 als Initialzündung für die Islamfeindlichkeit
- 20.06.11: Fremdenfeindlichkeit nimmt in der Schweiz zu
Artikel bewerten
Artikel teilen
Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Muslimen sei nach 2001 in der Folge von internationalen Spannungen gewachsen und «von rechts stehenden und populistischen Parteien ausgenützt» worden, stellen drei Beauftragte OSZE fest, die im November die Schweiz besucht hatten.
Von Arbeitgebern diskriminiert
So würden zum Beispiel albanische und bosnische Migranten nicht mehr über ihre Ethnie definiert, sondern über ihre Religion, schreibt die OSZE in ihrem Bericht.
Die Diskriminierung ist laut OSZE am offensichtlichsten bei Einbürgerungsgesuchen und bei der Arbeit. Nichtregierungsorganisationen (NGO) hätten gegenüber der OSZE von mehreren Vorfällen berichtet, wo Muslime von Arbeitgebern diskriminiert worden seien.
Gemeinsame Plattform diskutiert
Die OSZE empfiehlt der Schweiz deshalb in ihrem Bericht, die Bildung einer Dachorganisation für Muslime zu unterstützen und zu fördern. Denn positive Schritte gegen die Diskriminierung würden behindert, weil die Muslime keine Dachorganisation hätten, die für ihre Interessen eintritt.
Bereits im Oktober 2010 hatten Vertreter von 30 muslimischen Gemeinden über eine gemeinsame Plattform diskutiert, allerdings vergeblich. In der Schweiz gibt es mehr als 300 Moscheevereine, islamische Stiftungen und Verbände. Es existieren zwar mehrere Dachorganisationen, diese werden aber als zu wenig repräsentativ für alle Muslime angesehen.
Treffen mit Kommissionen
Die OSZE-Beauftragten hatten sich im November in der Schweiz ein Bild über den Umgang mit religiösen Minderheiten gemacht. Unter anderem trafen sie sich mit Repräsentanten der Kommissionen gegen Rassismus und für Migrationsfragen sowie des Rats der Religionen. Einblick erhielten die OSZE-Beauftragten auch in Forschungsprojekte.
Die OSZE informiert sich regelmässig über die Bemühungen der Teilnehmerstaaten gegen Intoleranz und Diskriminierung religiöser Minderheiten.
(sda/halp)
Meldungen im Tagesverlauf
- Italiens EURO-Starter bekannt, Testspiel abgesagt
- SP-Fraktion gegen Steuerabkommen
- Ein Wechsel im irischen Kader
- Norditalien: Zwei schwere Beben innert weniger Stunden
- Bussendepots bei Ausländern sind erlaubt
- Studie kritisiert MSC-Fischlabel
- Session beginnt für Jungparlamentarier auf Twitter
- Annan kämpft in Syrien weiter für Frieden
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Frankreich verzichtet für EURO auf Gourcuff
- Bald-Papa Robbie Williams: Für seine Kleine macht er sich fit
- Migros deklariert Produkte aus besetzten Gebieten
- Griechenland gibt EURO-Kader bekannt
- Dänemark-Keeper Sörensen verpasst EURO
- 500'000 Chilenen üben den Ernstfall
- Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg


Norditalien: Zwei schwere Beben innert weniger Stunden
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Bussendepots bei Ausländern sind erlaubt
Session beginnt für Jungparlamentarier auf Twitter
Annan kämpft in Syrien weiter für Frieden
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
SP könnte Steuerabkommen kippen













