Schweiz
Häufige Eisenbahn-Suizide von Schweizer Jugendlichen
Suizide sind in der Schweiz eine der häufigsten Todesursachen bei Jugendlichen. Genaue statistische Angaben über die gewählten Methoden zur Selbsttötung bei Jugendlichen haben aber bis anhin gefehlt. Eine neue Studie der Psychiatrischen Dienste Aargau zeigt nun: Bahnsuizide sind unter Jugendlichen in der Schweiz die häufigste gewählte Suizidmethode.
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Zwischen 1998 und 2007 begingen in der Schweiz knapp über 80 Jugendliche einen Bahnsuizid, besagt die Studie. Damit handelt es sich um die am häufigsten gewählte Methode zur Selbsttötung bei Jugendlichen in der Schweiz. «Dieser hohe Anteil von Eisenbahnsuiziden bei Jugendlichen hat mich am meisten erschreckt», sagt Urs Hepp vom Psychiatrischen Dienst Aargau, der die Studie durchgeführt hat, in der Sendung «10vor10».
Gewaltsame Suizidmethoden
Das Team um Urs Hepp analysierte die Statistik der Todesursachen des Bundesamtes für Statistik (bfs) für die Jahre 1998 bis 2007. Dabei ergab sich, dass Schweizer Jugendliche häufig sehr gewaltsame Suizidmethoden wählen. Eisenbahnsuizide rangieren sowohl bei den jungen Frauen, als auch über beide Geschlechter gemittelt ganz oben auf der Liste.
Chat zum Thema «Suizid»
Der Live-Chat zum Thema «Suizid» mit Urs Hepp von den Psychiatrischen Diensten Aargau findet heute Mittwochabend im Anschluss an die Sendung «10vor10» um 22.15 Uhr statt. Hier gehts ab 22.15 Uhr direkt zum Chat.
Nach beendetem Chat können Sie hier das vollständige Chat-Protokoll lesen.
Die Rate der Suizidmethoden zu kennen sei wichtig, sagt Hepp. Denn nur wenn die Zahlen bekannt seien, könne man griffige Präventionsprogramme einleiten. Bei Bahnsuiziden gibt es eine ganze Reihe möglicher Massnahmen. Dazu gehören Überwachungskameras und bauliche Absperrungen. Doch diese Methoden kämen in der Schweiz noch zu wenig zum Einsatz. «Die SBB machen zu wenig. Die Bahn weiss, wo es Möglichkeiten zur Intervention gäbe. Für mich ist es nicht ganz verständlich, dass hier nicht gehandelt wird», sagt Hepp in «10vor10».
In der Tat hat es vor einem Jahr eine Sitzung der SBB mit rund 25 Fachleuten gegeben. Dabei wurden mögliche Präventionsmethoden besprochen. Danach sei aber nichts mehr geschehen, sagen Teilnehmer. Der Elan sei versandet. Die SBB sagt, es seien bei dieser Sitzung keine neuen Erkenntnisse zur Suizidproblematik zu Tage gefördert worden.
Gesetzlicher Auftrag erwünscht
Weil noch andere Bahnen betroffen seien, verweist die SBB an das Bundesamt für Verkehr (BAV). Dieses sagt, dass verschiedene Bahnen, darunter die SBB, dabei seien, problematische Streckenabschnitte zu entschärfen. Eine davon befindet sich im Kanton Zug. Für eine umfassende Strategie fehle aber die rechtliche Handhabe, sagt der Sprecher des BAV Andreas Windlinger. «Uns lässt das nicht kalt. Jeder Suizid ist eine Tragödie. Darum haben wir abgeklärt, ob wir die Möglichkeit haben, tätig zu werden.
Die Analyse hat aber ergeben, dass die gesetzlichen Grundlagen fehlen, um die Bahnen zu verpflichten etwas zu tun, oder sie finanziell zu unterstützen, dass sie in der Prävention tätig werden.»
Präventionsfachleute regen nun systematische Analysen an, die zeigen sollen, welche Methoden am besten geeignet sind, sie Rate der Selbsttötungen im Bahnverkehr zu reduzieren.
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H. Niederhauser, Eger
)
(bikaver
Verfasst am: 9.2.2012 14:15
Wieder die Bahn.
Alle die gegen die SBB lästern sind (Dumme... [1] mehr
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R. Pfeiffer, Pucallpa
)
(Cashibo
Verfasst am: 9.2.2012 12:09
Antwort an B. Hermann
Die Bibel - das beste Buch der Welt - sagt: Du... [2] mehr
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B. Hermann, Bern
)
(Macropis
Verfasst am: 9.2.2012 9:45
Es gibt kein Recht,einem Menschen das Sterben zu verbieten.
Aus christl.Sicht könnte man von Notwehr gegen... mehr
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