International
Streit um Falklandinseln: Buenos Aires schaltet UNO ein
In dem sich wieder zuspitzenden Streit um die Falklandinseln hat die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner Grossbritannien eine Militarisierung des Südatlantiks vorgeworfen. Ihr Land werde dagegen bei den Vereinten Nationen Protest einlegen, sagte sie in Buenos Aires.
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Sie habe Aussenminister Héctor Timerman angewiesen, entsprechende Beschwerden im Weltsicherheitsrat und in der Generalversammlung der UNO vorzulegen.
«Risiko für internationale Sicherheit»
Hintergrund für das neuerliche Säbelrasseln ist der bevorstehende 30. Jahrestag des Falkland-Krieges. Grossbritannien wies bisher alle Forderungen Argentiniens nach Verhandlungen über eine Souveränität der rund 3000 Bewohner der Inselgruppe ab. Die Regierung in London begründet dies damit, dass es bisher von den Insulanern nicht gewünscht werde.
Die Entsendung moderner britischer Kriegsschiffe zu den Falklandinseln stelle ein «grosses Risiko für die internationale Sicherheit» dar, sagte Kirchner. Die Regierung in London hatte die Verlegung der «HMS Dauntless», eines ihrer modernsten Kriegsschiffe, in die Gewässer um die Falklandinseln angekündigt. Nach britischen Medienberichten wurde auch ein Atom-U-Boot dorthin entsandt.
Geheime Akten freigegeben
Argentinien erhebt Anspruch auf die Inselgruppe vor der südamerikanischen Küste, die seit 1833 britisch ist. Vor 30 Jahren hatten beide Länder einen Krieg um die Inseln geführt, bei dem fast 1000 Menschen ums Leben kamen.
Am Dienstag ging Kirchner auf Distanz zu dem damaligen Versuch der Rückeroberung der Malvinas, wie die Inseln in Argentinien genannt werden, durch die argentinischen Militärs. «Keine Initiative der Diktatur, auch wenn sie von manipulierten Bürgern unterstützt wurde, kann nachträglich gerechtfertigt werden», sagte sie nach Berichten der Nachrichtenagentur Dyn. Ausserdem unterzeichnete sie ein Dekret, das die Geheimhaltung der Akten einer argentinischen Untersuchungskommission zum Falklandkrieg aufhebt.
Königliche Hoheit im Einsatz und in der Kritik
Zuletzt hatte auch der Einsatz von Prinz William, dem Enkel der Queen, auf den Falklandinseln für weitere Verstimmung gesorgt. Während es sich dabei nach Angaben der Regierung in London um einen normalen Vorgang für Hubschrauberpiloten der Rettungsstaffel innerhalb der Royal Airforce handelt, sieht man in Buenos Aires hinter der Entsendung seiner Königlichen Hoheit eine Provokation.
Auch Kirchner übte Kritik an der Entsendung des britischen Prinzen William auf die Falkland-Inseln. Die Präsidentin: «Wir hätten ihn lieber als Zivilisten gesehen und nicht in einer Militäruniform.»
«Schlachten um Naturressourcen»
Streit gibt es auch um britische Ölbohrungen vor der Küste der Inseln und um die Fischbestände. «Die grossen Schlachten des 21. Jahrhunderts werden um die Naturressourcen gehen», sagte Kirchner.
Vor den Inseln wurden bereits grosse Ölfelder entdeckt. Diese Funde hatten jüngst den Streit um die Staatshoheit der Falkland-Inseln neu angefacht.
(agenturen/halp)
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I. Ndlovu, Mbombela/NST
)
(Igwenya
Verfasst am: 8.2.2012 18:22
Cherchez la femme...
..oder besser.. cherchez "Erdoel" Da... mehr
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U. Bilger, Kanchanaburi
)
(odersos
Verfasst am: 8.2.2012 14:55
bleibt für die einwohner
der falkland inseln zu hoffen, dass die uno nicht... mehr
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A. Planta, Chur
)
(plal
Verfasst am: 8.2.2012 10:18
Streit um Falklandinseln: Buenos Aires schaltet UNO ein
Das Selbstbestimmungsrecht der Einwohner hat... mehr
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