International
Aussenseiter Santorum mischt US-Vorwahlen auf
Bei den Vorwahlen der Republikaner in den USA hat am Dienstag ein Aussenseiter gleich dreimal triumphiert. Der ehemalige Senator von Pennsylvania, Rick Santorum, siegte in den US-Staaten Minnesota, Missouri und Colorado.
- 25.01.12: Vorentscheidung für Romney
- SF Wissen: US-Präsidentschaftswahl im Rückblick
- 05.02.12: US-Vorwahl in Nevada: Weiterer Sieg für Romney
- 01.02.12: Romney triumphiert über Gingrich in Florida
- 31.01.12: US-Vorwahlen: Grosskapital gegen Israel-Lobby
- 31.01.12: Kuba als Geheimwaffe bei Vorwahl der US-Republikaner
- 29.01.12: Newt Gingrich erhält Unterstützung von Ex-Konkurrent
- 24.01.12: «Swiss Mitt» verdiente 2011 20 Millionen Dollar
Artikel bewerten
Artikel teilen
«Der Konservativismus lebt und ist guter Dinge», rief Santorum seinen Anhängern am Abend zu. Mit seinem dreifachen Sieg setzte der Aussenseiter den Favoriten Mitt Romney unter Druck.
Romney in Bedrängnis
Erzkonservative Republikaner beäugen Romney, den ehemaligen Gouverneur von Massachusetts, nach wie vor mit Argwohn, weil er früher moderate Ansichten zu Abtreibung und Homosexuellenrechten vertrat. Santorum präsentiert sich dagegen als Hardliner. Zuletzt hatte Romney die Vorwahlen in dem bevölkerungsreichen Staat Florida gewonnen.
Für Santorum waren die Siege am Dienstag die ersten, seitdem er sich Anfang Januar in Iowa mit nur wenigen Stimmen Vorsprung durchgesetzt hatte. In Colorado erklärte der örtliche Parteivorsitzende Ryan Call Santorum zum Sieger der Vorwahlen.
«Konservative Alternative»
Nach der Auszählung von 79 Prozent der Wahlbezirke lag der ultrakonservative Kandidat mit 38 Prozent der Stimmen knapp vor Romney mit 35 Prozent. Bei seiner Siegesrede richtete sich Santorum allerdings nicht gegen seinen innerparteilichen Konkurrenten Romney, sondern gegen US-Präsident Barack Obama.
«Ich bin nicht die konservative Alternative zu Mitt Romney, ich bin die konservative Alternative zu Barack Obama», rief Santorum. Nach der Auszählung von 83 Prozent der Wahlbezirke in Minnesota erhielt Santorum 45 Prozent der Stimmen, der texanische Abgeordnete Ron Paul 27 Prozent, Romney 17 Prozent und der ehemalige Präsident des US-Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, elf Prozent.
In Missouri konnte sich Santorum sogar mit 55 Prozent der Stimmen gegen Romney durchsetzen, auf den 25 Prozent entfielen. Das Ergebnis in Missouri ist allerdings nicht bindend, die Delegierten für den Parteitag der Republikaner werden erst im kommenden Monat bei einem sogenannten Caucus bestimmt.
Sein Sieg in Minnesota brachte Santorum weitere 13 Delegierte für den Parteitag der Republikaner im August ein, auf dem der Präsidentschaftskandidat der Republikaner bestimmt wird.
Romney weiter in Führung
Derzeit verfügt Romney über 101 Delegierte, Gingrich über 32, Santorum über 30 und Paul über neun. Für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat sind die Stimmen von 1144 Delegierten notwendig. Romney stellte sich bei seiner Rede in Denver als Aussenseiter des Systems Washington dar.
Als einziger habe er niemals im Politikbetrieb der Hauptstadt gearbeitet, sondern habe vor allem in der privaten Wirtschaft Erfahrung gesammelt. Romney griff US-Präsident Obama an und kritisierte die Bilanz seiner Wirtschaftspolitik.
(sda/halp/widb)
Meldungen im Tagesverlauf
- Gerüchte und Transfers: Hazard twittert sich zu Chelsea
- Bircher und Hildenbrand zurückgetreten
- Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
- Promis geben in Monaco Vollgas
- Wegpauschale nicht immer zulässig
- Zwei Schweizer bei Flugzeugunglück in Norddeutschland getötet
- Milliarden-Spritze für griechische Banken
- «Oranje» und Co. noch nicht in EURO-Form
- Opfer bei abgestürztem Kleinflugzeug in Deutschland sind vermutlich Schweizer
- Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
- Tunesischer Präsident will Potentatengelder zurück
- Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
- Miami Heat legen im Conference-Final vor
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»


Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
Milliarden-Spritze für griechische Banken
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe






















D. Müller, Winterthur
)
(swiss420
Verfasst am: 8.2.2012 16:22
Santorums Ansichten sind zum lachen...
Er steht genau für dieses zwei züngigkeit der... mehr
Zustimmen — 12 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 6 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten