Wirtschaft
Razzien bei Strombörsen in der EU
EU-Behörden haben wegen des Verdachts auf Kartellabsprachen die Geschäftsräume von Strombörsen-Betreibern in mehreren EU-Ländern durchsucht. Dies erklärte die EU-Kommission. Sie nannte jedoch nicht die Namen der betroffenen Unternehmen.
Im Visier der Ermittler waren demnach Firmen, die «Dienstleistungen anbieten, die den Grosshandel mit Strom erleichtern». Die Unternehmen stehen laut Kommission unter dem Verdacht, gegen die Wettbewerbsregeln der EU verstossen zu haben, beispielsweise durch Preisabsprachen.
Die deutsch-französische Strombörse EPEX räumte ein, dass ihr Pariser Büro durchsucht wurde. Ein Sprecher erklärte, dass die Razzia vermutlich im Zusammenhang mit der Kooperation mit dem norwegischen Handelsplatz Nordpool Spot stehe. EPEX wird von der Leipziger Börse EEX und der Pariser Energiebörse Powernext betrieben.
«Wir werden mit den Behörden vollständig zusammenarbeiten», sagte ein Sprecher von EEX. Geschäftsräume der EEX selber seien aber nicht durchsucht worden.
(sda/muei)







