Inhalt

Wirtschaft

Razzien bei Strombörsen in der EU

Dienstag, 7. Februar 2012, 19:45 Uhr

EU-Behörden haben wegen des Verdachts auf Kartellabsprachen die Geschäftsräume von Strombörsen-Betreibern in mehreren EU-Ländern durchsucht. Dies erklärte die EU-Kommission. Sie nannte jedoch nicht die Namen der betroffenen Unternehmen.

Bild Mann, Telefonhörer haltend, PC-Bildschirme, Tastatur
Gemäss der EU-Kommission haben die Strombörsen gegen die Wettbewerbsregeln verstossen. keystone

Im Visier der Ermittler waren demnach Firmen, die «Dienstleistungen anbieten, die den Grosshandel mit Strom erleichtern». Die Unternehmen stehen laut Kommission unter dem Verdacht, gegen die Wettbewerbsregeln der EU verstossen zu haben, beispielsweise durch Preisabsprachen.

Die deutsch-französische Strombörse EPEX räumte ein, dass ihr Pariser Büro durchsucht wurde. Ein Sprecher erklärte, dass die Razzia vermutlich im Zusammenhang mit der Kooperation mit dem norwegischen Handelsplatz Nordpool Spot stehe. EPEX wird von der Leipziger Börse EEX und der Pariser Energiebörse Powernext betrieben.

«Wir werden mit den Behörden vollständig zusammenarbeiten», sagte ein Sprecher von EEX. Geschäftsräume der EEX selber seien aber nicht durchsucht worden.

(sda/muei)