Inhalt

Keine «Seegfrörni» auf dem Zürichsee

Dienstag, 7. Februar 2012, 11:34 Uhr, Aktualisiert 11:47 Uhr

Seit Tagen jagen sich in der Schweiz die Kälterekorde. Bis gestern hielt mit 45 Minusgraden die unbewohnte Glattalp in der Zentralschweiz den Tiefstwert, gefolgt von Samedan mit 35,1 Grad unter Null. Trotz der anhaltenden Kälteperiode wird es laut «SF Meteo» kaum für eine durchgehende Eisdecke auf den Zürichsee reichen.

Bild

Mehr zum Thema

Artikel bewerten

  • Durchschnittliche Bewertung: 4
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Artikel teilen

Für eine «Seegfrörni», also das totale Gefrieren eines Sees in genügender Stärke, braucht es nicht Kälterekorde, sondern eine genügend lang andauernde Phase von Minusgraden. Für die Einschätzung der «Seegfrörni» verwendet der Meteorologe die sogenannte Kältesumme. Die Kältesumme ist der addierte Wert der negativen Temperatur-Tagesmittelwerte in einem Winter.

Vorsicht bei gefrorenen Gewässern

Im Kanton Schwyz sollten keine gefrorenen Gewässer betreten werden. Einzige Ausnahme sei das Eisfeld auf dem Sihlsee bei Euthal, teilt die Kantonspolizei Schwyz mit.

Wer auf einem gefrorenen Gewässer einbricht, sollte sofort die Arme ausbreiten und versuchen in der Richtung aus dem Gewässer steigen, aus der er gekommen ist. Retter sollten sich nur in Bauchlage und mit einem Rettungsgerät dem Eingebrochenen nähern.

Damit der Zürichsee wirklich gefahrlos betreten werden könnte, bräuchte es eine Eisdecke von ca. 12 Zentimetern. Nötig ist dazu ist eine Kältesumme von 320 negativen Gradtagen. Derzeit liegt der Wert bei 93. Die Summe von 320 negativen Gradtagen kommt in diesem Winter nicht mehr zu Stande. Die Kältewelle müsste noch etwa 4 Wochen auf gleichem Niveau anhalten. Dafür gibt es in den Wettermodellen gemäss «SF Meteo» keine Anzeichen.

Schlittschuhlaufen auf dem Pfäffikersee

Anders sieht es aber am Pfäffikersee aus, hier reichen rund 89 negative Gradtage. Diese Zahl ist bereits überschritten. Einzig die Bise verzögert den durchgehenden Gefrierprozess. Der Wind sorgt nämlich für eine verstärkte Durchmischung der unterschiedlich temperierten Wasserschichten.

Dennoch hat sich der Wasserkörper im Pfäffikersee anfangs Februar optimal stabil geschichtet. Die Eisschicht wird nun dicker und dicker. Da es bis mindestens anfangs nächster Woche noch negative Gradtage gibt, stehen die Chancen für eine «Seegfrörni» auf dem Pfäffikersee recht gut.

(sf)

Kommentare aktiv...

T. Käppeli, Guatemala Ciudad
(thkaepp Mann)
Verfasst am: 7.2.2012 18:13

Vorsicht, wer sich aufs Eis begibt,

Ich bin als Primarschüler mal auf einem Weiher... mehr

Zustimmen — 16 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

T. Käppeli, Guatemala Ciudad
(thkaepp Mann)
Verfasst am: 7.2.2012 17:45

Die Tragfähigkeit von Eis nach Wikipedia

Nach der Mohsschen Härteskala hat Eis nur eine... mehr

Zustimmen — 14 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

M. Gratwohl, Altishofen
(Matictac Mann)
Verfasst am: 7.2.2012 17:35

Der Mensch ist ein Herdentier...

...und deshalb würde es nicht bei einem... [1]  mehr

Zustimmen — 17 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 2 Leser sind anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.