Inhalt

Erstes Urteil in Spanien im Skandal um Brustimplantate

Dienstag, 7. Februar 2012, 19:41 Uhr

Im Skandal um Billig-Brustimplantate aus Frankreich sind in Spanien erstmals ein Schönheitschirurg und eine Klinik verurteilt worden.

Bild Ein Schönheitschirurg posiert mit den billigen PIP-Implantanten
Ein Schönheitschirurg in Nizza posiert mit den billigen PIP-Implantanten. reuters

Ein Gericht in Madrid entschied, dass der Mediziner und die Klinik einer Patientin eine Entschädigung von rund 7500 Euro zahlen müssen.

Die 35jährige hatte sich 2001 Silikonkissen des französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) implantieren lassen. Eines der Brustimplantate platzte später, so dass sich die Patientin einer neuen Operation unterziehen musste. Nach Ansicht des Gerichts war die Frau nicht ausreichend über die Risiken der Billigimplantate unterrichtet worden.

Nach Schätzungen haben sich in Spanien etwa 18'000 Frauen die als besonders reissanfällig geltenden PIP-Silikonkissen einpflanzen lassen.

(dpa/buev)

Kommentare aktiv...
Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.