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Therme Vals: Einheimische steigen ins Bieterrennen ein

Dienstag, 7. Februar 2012, 20:11 Uhr

Das Seilziehen um die berühmte Therme in Vals (GR) geht in eine neue Runde. Eine Gruppe Einheimischer will ein Kaufangebot abgeben. Beteiligt ist der ehemalige Verwaltungsratspräsident der Therme, Pius Truffer. Damit sind nun drei Parteien im Spiel.

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Angebote abgegeben haben auch eine Gruppierung rund um den Therme-Architekten Peter Zumthor sowie der Churer Immobilienunternehmer und gebürtige Valser Remo Stoffel. Im Gegensatz zu diesen will die sogenannte Valser Gruppe aber nur das sanierungsbedürftige Therme-Hotel kaufen, nicht aber das international bekannte Bad, wie sie mitteilte.

Therme soll in Gemeindebesitz bleiben

«Die Therme ist unverkäuflich und wird in eine öffentlich-rechtliche Stiftung übergehen», schreibt die Valser Gruppe. Nur das Hotel werde verkauft. Ob die Valser das Hotel selber zu kaufen beabsichtigen oder ob sie einen Käufer präsentieren werden, wollen sie kommenden Freitag klarstellen.

Die Gruppe stellt in Aussicht, dass für das Hotel ein «Vielfaches» der bisherigen Angebote bezahlt werde. Weiter werde ein Käufer rund 50 Millionen Franken in einen Hotelneubau mit einer «Architektur von Weltruf» investieren. Auch in zurückgestellte Infrastrukturprojekte der Gemeinde sollen Gelder fliessen.

Das erste Angebot für die Therme hatte letzten September Immobilienunternehmer Stoffel abgegeben. Auch er plant einen Hotelneubau für 50 Millionen Franken. Die Gemeinde will er für alle Aktien der Hotel und Thermalbad AG mit sieben Millionen Franken entschädigen. Umgekehrt erwartet er aber von der Kommune Investitionsbeiträge von sechs Millionen.

Die Zumthor-Gruppe will für 45 Millionen Franken einen «architektonisch hochwertigen Neubau» erstellen. Der Gemeinde bietet sie für alle Aktien drei Millionen Franken und will ihr ausserdem einen Kredit von 2,1 Millionen Franken zurückzahlen.

Die Therme und das Hotel sind im Besitze der Gemeinde. Sie kann notwendige Millionen-Investitionen in die Infrastruktur nicht aufbringen und will die Anlage verkaufen – mit der Auflage, dass in beträchtlichem Umfang investiert wird.

(sda/muei)

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