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Einkauftourismus führt 2011 zu massiv mehr Zolleinnahmen

Dienstag, 7. Februar 2012, 12:41 Uhr, Aktualisiert 16:28 Uhr

Der Einkaufstourismus wegen des starken Frankens hält den Schweizer Zoll auf Trab: 2011 wurden mit knapp 40 Millionen Franken im Reiseverkehr 39 Prozent mehr Zölle eingenommen als 2010.

Unter dem Strich fällt das kaum ins Gewicht: Denn die Handelsbilanz wurde noch exportlastiger. Exporte von 197,6 Milliarden Franken bedeuten gegenüber 2010 ein Plus von 2,1 Prozent – und einen neuen Rekordüberschuss in der Handelsbilanz von 23,9 Milliarden Franken (+22,6%).

Die Importe blieben nämlich mit 173,7 Milliarden Franken (-0,2%) fast stabil, wie es in den Medienunterlagen des Schweizer Zolls und der Grenzwache heisst.

Bild Zollmitarbeiter stempelt Einkaufszettel ab.
Besonders der Einkauf im grenznahen Deutschland war bei den Schweizern sehr beliebt. keystone

Nicht alle Reisenden deklarierten korrekt: 19'758 Schmuggler wurden erwischt (+36%).

Mehr ins Gewicht als Zollbeschiss beim Einkaufstourismus fallen gewerbsmässige Schmuggeleien. 5800 (+7,4%) solcher Fälle über 200 Kilo Waren wurden abgeschlossen. Diese Schmuggler hätten damit 13 Millionen Franken Abgaben hinterzogen, wären sie nicht geschnappt worden. Lebensmittelschmuggel wird dabei auf 970 Tonnen (+17,4%) beziffert.

Auch Fälschungen haben die Zollverwaltung im vergangenen Jahr beschäftigt. Insgesamt haben die Beamten 59'000 gefälschte Waren sichergestellt.

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Häufigste gefälschte Waren in Prozenten Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung

Abnahme bei harten Drogen

Die Zöllner und Grenzwächter fördern auch immer wieder Drogen, Waffen und gefälschte Markenprodukte zutage.

Beim Drogenschmuggel gab es unterschiedliche Tendenzen: Haschisch und Marihuana wurden mit 410 Kilo ein Mehrfaches der Vorjahresmenge sichergestellt. Gleiches gilt für GBL (»KO-Tropfen») mit 208 Litern. Weniger gefunden wurden Heroin (20 kg), Kokain (132 kg) und Psychodrogen (6716 kg) wie LSD.

Erster Auslandeinsatz des Schweizer Zolls

Die Flüchtlingswelle schwappte auch höher an der Grenze, vor allem im Tessin: Die Grenzwache registrierte mit 3000 Asylsuchenden über das Doppelte (+135%) der Vorjahreszahl. Diese Leute wurden den Empfangszentren zugewiesen, während 2363 (-19%) andere Personen sofort wieder ausländischen Behörden übergeben wurden.

Grenzwächter haben im Übrigen 2011 erstmals an Einsätzen der EU-Grenzschutzagentur «Frontex» teilgenommen. Bei 24 Entsendungen wurden 803 Einsatztage in zehn europäischen Ländern geleistet. Schweizer Grenzwächter waren dabei vor allem als Dokumenten-, Fahrzeug und Debriefing-Spezialisten gefragt, wie es hiess.

(sda/gern)

Kommentare aktiv...

P. Rey, Winterthur
(p.rey Mann)
Verfasst am: 7.2.2012 17:48

Wie bitte?!?

Ein ExportZUWACHS und ein ImportRÜCKGANG? Und... mehr

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H. anni, zürich
(shadow_queen Frau)
Verfasst am: 7.2.2012 16:26

Der Einkaufstourismus kann doch

nicht soooo schlecht sein, denn immerhin kassiert... mehr

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