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International

Russland unterstützt Assad – Lawrow gefeiert

Dienstag, 7. Februar 2012, 11:25 Uhr, Aktualisiert 20:46 Uhr

Russlands Aussenminister Sergej Lawrow besucht Syrien – und äussert Verständnis für das Vorgehen von Präsident Baschar al-Assad. In Homs geht das Sterben derweil weiter.

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Solange Assad Präsident ist, besteht keine Verhandlungsbasis. (Tagesschau, 07.02.12, 19.30)

«Jeder Führer in jedem Land sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein», sagte Lawrow zu Beginn des Treffens mit Assad nahe der Hauptstadt Damaskus. «Sie sind sich Ihrer (Verantwortung) bewusst», ergänzte Lawrow nach Angaben der russischen Agentur Interfax. «Es ist in unserem Interesse, dass die arabischen Völker in Frieden und Harmonie leben.»

Moskau bekräftigt damit seine international umstrittene Haltung im Syrien-Konflikt. Die UNO-Vetomächte Russland und China waren nach ihrer Blockade einer westlichen Resolution gegen Syrien im UNO-Sicherheitsrat international in die Kritik geraten.

Frankreich zieht Botschafter ab

Aus Protest gegen die anhaltenden Gewalttaten in Syrien zieht Frankreich seinen Botschafter in Syrien ab. Er werde in den nächsten Tagen zu Konsultationen nach Paris zurückkehren, teilt das Aussenministerium mit.

Im Mittelpunkt des Treffens von Lawrow stehen Verhandlungen über eine Beendigung der Gewalt in Syrien. Angaben zum Inhalt der Gespräche hatte der Aussenminister vor seiner Reise abgelehnt.

Türkei sammelt Verbündete gegen Damaskus

Die Türkei plant derweil eine Initiative für eine enge internationale Zusammenarbeit gegen die Regierung Assad.

«Wir beginnen eine neue Initiative mit jenen Ländern, die an der Seite des Volkes stehen, nicht auf der Seite der syrischen Regierung», sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in einer Rede vor den Abgeordneten seiner Regierungspartei AKP in Ankara. Die Vorbereitungen für eine solche Initiative liefen.

Botschaft von Medwedew 

Angeblich übergibt Lawrow eine Botschaft von Präsident Dmitri Medwedew. Möglicherweise werde auch eine Neuaufnahme der Beobachtermission der Arabischen Liga besprochen, berichteten russische Medien.

Lawrow und der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Michail Fradkow, wurden in einer Autokolonne vom Flughafen zu Assads Residenz ausserhalb von Damaskus gefahren. Am Strassenrand hätten jubelnde Menschen russische Fahnen geschwenkt und «Danke, Russland» gerufen, meldete Interfax.

Einige tausend Menschen feiern auf Damaskus' Strassen die Ankunft des russischen Aussenministers Sergej Lawrow.

Auch in der zweitgrössten syrischen Stadt Aleppo soll es eine Pro-Russland-Kundgebung gegeben haben. Die Menschen dankten Russland dafür, dass es eine Verurteilung Syriens im UNO-Sicherheitsrat verhindert hatte.

China plant diplomatische Initiative

Nach seinem Veto gegen eine Syrienresolution im UNO-Sicherheitsrat plant China eine diplomatische Initiative im Syrienkonflikt. Peking könne Diplomaten in andere Länder entsenden, um das Problem anzugehen, erklärte der Sprecher des Aussenministeriums, Liu Weimin.

China wolle eine «konstruktive Rolle bei der Förderung einer politischen Lösung» spielen, hiess es weiter. Liu bekräftigte Pekings Haltung, dass alle Konfliktparteien «in Syrien die Gewalt einstellen und ihre Probleme mit Hilfe eines Dialogs lösen» sollten.

Gewalt geht weiter 

Vor der Ankunft des russischen Aussenministers Sergej Lawrow hatten die syrischen Streitkräfte ihre Angriffe auf Wohnviertel in der Stadt Homs fortgesetzt. Es gab dabei nach Angaben der Opposition fast 100 Tote.

Der Nachrichtensender Al-Arabija strahlte am Morgen Live-Aufnahmen aus der Hochburg der Gegner von Präsident Baschar al-Assad aus, auf denen deutlich der Einschlag von Granaten zu hören ist. Die sogenannten Revolutionskomitees berichteten, seit dem Montagmorgen seien landesweit 128 Menschen getötet worden.

Impressionen aus der umkämpften Stadt Homs. (unkommentiert)

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, die Sicherheitskräfte verfolgten in Homs «bewaffnete Terrorgruppen». Am Montag hätten sie «Dutzende Terroristen» getötet. Sechs Angehörige der Sicherheitskräfte seien bei Gefechten dort ebenfalls ums Leben gekommen.

(agenturen/gern/from/widb)

Kommentare aktiv...

J. Knecht, Bangkok
(knechtjosef Mann)
Verfasst am: 8.2.2012 8:17

So wird es bald in Russland sein

Wenn Putin nur dank Wahlmanipulationen Präsident... mehr

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M. Steiner, Zürich
(shankara Mann)
Verfasst am: 7.2.2012 22:18

Die grösste Bedrohung für den Weltfrieden

ist das Gespann USA-Israel-England. Sie und ihre... mehr

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I. Ndlovu, Mbombela/NST
(Igwenya Mann)
Verfasst am: 7.2.2012 20:43

Wen wunderts...

.. an die Kommentierer vor mir.. Ich befuerchte,... mehr

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