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International

Jugend ohne Job: UNO warnt vor fataler Entwicklung

Dienstag, 7. Februar 2012, 4:02 Uhr

Arbeitslosigkeit ist laut UNO die grösste Sorge der Jugendlichen weltweit. Heranwachsende rund um den Globus würden deshalb mehr Investitionen für neue Jobs fordern, heisst es in dem in New York veröffentlichten Weltjugendbericht. Mit einem neuen Sozialvertrag wollen die Vereinten Nationen gegensteuern.

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Weltweit seien 75,8 Millionen Menschen unter 31 Jahren ohne Arbeit, viele von ihnen in arabischen Ländern. Die Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre habe die Jugendarbeitslosigkeit so stark anschnellen lassen wie nie zuvor, heisst es in dem umfangreichen Report.

UNO-Weltjugendbericht im Internet

Für die Dokumentation des Weltjugendberichts haben die Vereinten Nationen eine eigene Webseite ins Internet gestellt und im Rahmen des Internationalen Jahres für die Jugend einen Facebook-Auftritt eingerichtet.

Bild Ein Mädchen trägt eine Schale auf dem Kopf.
Die Arbeitslosigkeit Jugendlicher war 2010 mehr als doppelt so hoch wie im Gesamtschnitt, so die UNO: reuters

Anteil Jugendlicher im Arbeitsleben fällt

Nach der Krise habe zwar der weltweite Arbeitsmarkt wieder an Fahrt gewonnen und die Erwerbslosenquote sei von 2009 auf 2010 von 6,3 auf 4,8 Prozent gefallen. Aber bei den Jugendlichen habe es praktisch keinen Fortschritt gegeben: 12,6 Prozent seien arbeitslos gewesen im Vergleich zu 12,7 Prozent im Vorjahr. Damit war die Jugendarbeitslosigkeit 2010 mehr als doppelt so hoch wie im Gesamtschnitt. Seitdem habe sich das Bild kaum geändert.

Obwohl die Zahl der Jugendlichen weiter wachse, sei ihr Anteil unter den Arbeitenden innerhalb von zehn Jahren von 54,7 auf 50,8 Prozent gefallen. In Europa ist die Zahl arbeitsloser Jugendlicher in Spanien und Griechenland besonders hoch - viele Betroffene denken bereits daran, ihr Land zu verlassen.

Spanien: Das Land der Arbeitslosen (ECO, 12.12.2011)

Heranwachsende als Verlierer in der Krise

Für diese Entwicklung gebe es mehrere Gründe, stellt der UNO-Bericht fest. Zum einen seien Jugendliche zwangsläufig die Mitarbeiter mit den wenigsten Dienstjahren und deshalb bei Entlassungen besonders bedroht.

Zum anderen würden Unternehmer weltweit mehr den Wert von Erfahrung entdecken und somit eher Älteren eine Chance geben. Hinzu komme, dass viele Jugendliche in der Krise gar nicht erst Jobs fänden und gleich in die Arbeitslosigkeit rutschten.

Ban: UNO-Sozialvertrag für Jobs notwendig

«Wir haben heute die grösste Generation junger Menschen, die jemals auf der Erde gelebt hat», erklärte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon. «Sie fordern ihr Recht und mehr Mitsprache im wirtschaftlichen und politischen Leben. Wir müssen das UNO-System benutzen wie noch nie zuvor, um einen neuen Sozialvertrag zu kreieren, damit es ein Wirtschaftswachstum mit Arbeitsplatzwachstum gibt.»

(agenturen/sf/halp)

Kommentare aktiv...

H. anni, zürich
(shadow_queen Frau)
Verfasst am: 7.2.2012 16:30

Die Rechnung kann nicht aufgehen

Einerseits sollen wir bis 67 arbeiten,... mehr

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J. Knecht, Bangkok
(knechtjosef Mann)
Verfasst am: 7.2.2012 13:27

Sehr einseitige Sicht

Dass viele Jugendliche keine Arbeit haben, hängt... mehr

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D. Münger, Zürich
(Account3 Mann)
Verfasst am: 7.2.2012 13:26

Und was tun die Jugendlichen?

Wann endlich bieten sie wieder genügend... [1]  mehr

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