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Frankreich: Störfall in AKW Cattenom hochgestuft
Fast drei Wochen nach einem Zwischenfall im französischen Atomkraftwerk Cattenom gibt die Atomaufsicht bekannt, dass es sich um einen Störfall handelte. Der Meiler liegt nahe der deutschen Grenze. Der Vorfall war schwerer als zunächst angenommen.
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Im französischen Atomkraftwerk Cattenom nahe der deutschen Grenze ist es im Januar nach Angaben der Atomaufsicht zu einem Störfall gekommen.
Die Aufsichtsbehörde ASN teilte in Paris mit, wegen der möglichen Folgen sei das Ereignis vom 18. Januar auf der Ebene 2 der internationalen Ines-Skala eingestuft worden. Damit war es deutlich schwerer als zunächst bekannt. Cattenom ist nur wenige Kilometer Luftlinie von den Grenzen zu Deutschland, Belgien und Luxemburg entfernt.
Fehler Anfang Februar behoben
Der Zwischenfall wurde nach Angaben des saarländischen Umweltministeriums als Störfall gewertet, weil die Gefahr einer tiefgehenden Verschlechterung der Sicherheitseinrichtungen bestand.
Die Leitung des Atommeilers habe im Januar gemeldet, dass ein bestimmtes Teil fehle, das einen Rückfluss in den Kühlleitungen des Lagerbeckens der Brennelemente der Blöcke 2 und 3 verhindere. Dadurch habe die Gefahr bestanden, dass das Lagerbecken ungewollt hätte leer laufen können. Die ASN habe den Meiler am 24. Januar kontrolliert und eine Zehn-Tages-Frist gesetzt. Der Fehler sei zwischen dem 1. und 3. Februar behoben worden.
Bisher 750 sicherheitsrelevante Ereignisse
Die Ines-Bewertungsskala hat sieben Stufen plus Stufe null. Die Stufe 4 gilt als Atom-Unfall, die Stufe 7 ist ein katastrophaler Unfall. Die Klassifizierung als Störfall sei sehr selten und in Cattenom zuletzt 2004 aufgetreten, erklärte das Saar-Umweltministerium. Seit Bestehen der Atomanlage in Lothringen gab es in allen vier Blöcken rund 750 sicherheitsrelevante Ereignisse.
Bei einer Inspektion im vergangenen Jahr hatte die französische Atomaufsicht in Cattenom Mängel entdeckt, darunter Rost an Teilen, Defizite bei der Notstromversorgung und im Kühlungssystem sowie bei der Erdbebensicherheit. Die Nuklearbehörde hatte aber grünes Licht gegeben, dass die Anlage weiter am Netz bleiben kann.
Bericht: Frankreichs Reaktoren sind sicher
Frankreichs 58 kommerzielle Atomreaktoren - darunter das älteste AKW Fessenheim nahe der deutschen Grenze - können nach Ansicht der nationalen Atomaufsichtsbehörde ASN bedenkenlos weiter betrieben werden. Die Reaktoren hätten eine ausreichende Sicherheit, betonte die Behörde nach einem AKW-Stresstest.
Sofortige Stilllegung nicht notwendig
Bei keinem einzigen Kraftwerk gebe es daher die Notwendigkeit einer sofortigen Stilllegung. Voraussetzung seien aber Verbesserungen, die im Bericht aufgelistet wurden. Er wurde kürzlich der Regierung übergeben. Der Stresstest war nach der Atomkatastrophe in Japan für alle 143 Strommeiler in der EU angeordnet worden.
Die Betreiber in Frankreich haben insgesamt sechs Monate Zeit, um Vorschläge für die Umsetzung der Verbesserungen zu unterbreiten. Sie sollen die Anlagen materiell wie organisatorisch krisenfester machen und deren Widerstandsfähigkeit bei Extremfällen stärken.
«Schnelle Einsatztruppe» für Unglücksfälle
ASN-Präsident André-Claude Lacoste schätzte die Kosten für die Umsetzung der Vorschläge auf «mehrere Dutzend Milliarden Euro». Dazu zählen neben weiteren Hilfsaggregaten, Betonverstärkungen auch die Aufstellung einer Art «Schneller Einsatztruppe» für Atomanlagen, die in weniger als 24 Stunden an einem Unglücksort aktiv werden könne. Sie soll vollständig bis Ende 2014 einsatzbereit sein, fordert die ASN.
(agenturen/halp)
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J. Knecht, Bangkok
)
(knechtjosef
Verfasst am: 7.2.2012 13:12
Diese Gefahren haben mehr mit Nachlässigkeit zu tun, ...
als mit inhärenten Risiken. die Nutzung von... mehr
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G. bossert, Safenwil
)
(fama
Verfasst am: 7.2.2012 12:16
Hochgestufter AKW Störfall
Super, erfahren wir im Februar auch Etwas davon,... mehr
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H. Oberli, Uetendorf
)
(hpoberli
Verfasst am: 7.2.2012 8:21
Störfall
Immer zuerst herunterspielen und dann wenn es... mehr
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