International
Die Griechen streiken – Gespräche über Reformen dauern an
Ein Generalstreik gegen die jüngsten Sparmassnahmen hat das öffentliche Leben in Griechenland teilweise lahmgelegt. Derweil sind die Verhandlungen über weitere Sparmassnahmen in Griechenland Regierungskreisen zufolge einen entscheidenden Schritt weitergekommen.
Bild
Artikel bewerten
Artikel teilen
Gemäss Regierungskreisen ist die Sparliste fertig. Sie soll am Mittwoch bei einem Spitzentreffen mit Ministerpräsident Lucas Papademos gebilligt werden. Ursprünglich war das Treffen für Dienstagabend geplant. Nach Angaben einer Sprecherin von Papademos' Büro mussten noch «Feinheiten» des Sparprogramms mit den Kontrolleuren der internationalen Geldgeber abgestimmt werden.
Die griechische Regierung muss sich aber nicht nur mit den Finanzkontrolleuren von EU, IWF und EZB, der sogenannten Troika, auf weitere Einsparungen einigen. Auch die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern für den dringend benötigten Schuldenschnitt in Höhe von 100 Milliarden Euro müssen erfolgreich zu Ende gebracht werden.
An dem geplanten Forderungsverzicht privater Gläubiger sollen sich nach einem Bericht der «Welt» neben den Banken nun offenbar auch die öffentlichen Gläubiger beteiligen. Es werde bereits darüber gesprochen, dass die Euro-Staaten auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten sollen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen.
Zehntausende protestieren
Während die Verhandlungen in vollem Gange sind, macht sich die Bevölkerung mit einem 24-stündigen Streik ihrem Ärger über mögliche neue Sparmassnahmen Luft. Die Polizei ist in Alarmbereitschaft. Bislang blieben grössere Ausschreitungen aus. In Athen demonstrierten nach Schätzungen der Polizei rund 10'000 Menschen bei strömendem Regen gegen die massiven Sparpläne. Die Streiks legten vielerorts den öffentlichen Verkehr in der Hauptstadt lahm.
Bestreikt werden Schulen, Ministerien, Banken und Spitäler. In der Hauptstadt Athen setzten sich die U-Bahn und die Busse mit Verspätungen in Bewegung, Touristen kamen nicht auf die Akropolis. Die Fährverbindungen wurden durch einen Streik der Seeleute behindert. Der Flugverkehr war indes nicht beeinträchtigt, da die Fluglotsen regulär arbeiteten.
Den letzten Generalstreik in Griechenland gab es am 1. Dezember. Die Regierung in Athen steht unter massivem internationalem Druck, die Staatsfinanzen zu sanieren. Die Gewerkschaften beklagen Versuche, das Arbeitsrecht auszuhöhlen und die Einkommen zu kürzen.
«Euro-Zone kann Griechenlands Austritt verkraften»
Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Neelie Kroes, hält die Eurozone einem Zeitungsbericht zufolge selbst für den Fall für stabil, dass Griechenland den Euro aufgeben müsste. Sie sei aber dagegen, dass das Land zur Drachme zurückkehre, heisst es in der Zeitung «Volkskrant».
(agenturen/hesa/muei)
Meldungen im Tagesverlauf
- Bircher und Hildenbrand zurückgetreten
- Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
- Promis geben in Monaco Vollgas
- Wegpauschale nicht immer zulässig
- Zwei Schweizer bei Flugzeugunglück in Norddeutschland getötet
- Milliarden-Spritze für griechische Banken
- «Oranje» und Co. noch nicht in EURO-Form
- Opfer bei abgestürztem Kleinflugzeug in Deutschland sind vermutlich Schweizer
- Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
- Tunesischer Präsident will Potentatengelder zurück
- Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
- Miami Heat legen im Conference-Final vor
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer


Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
Zwei Schweizer bei Flugzeugunglück in Norddeutschland getötet
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe






















M. Covolo, St.Gallen
)
(M.Covolo
Verfasst am: 8.2.2012 10:03
M. Mèchant, Klein-Euroland // Serbien EU
WIRTSCHAFLICH!!! Do...fi !! Wer bezahlt dann die... mehr
Zustimmen — 3 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 2 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
A. Planta, Chur
)
(plal
Verfasst am: 7.2.2012 23:43
Die Griechen streiken – Gespräche über Reformen dauern an
Der neueste "Hit" der... [2] mehr
Zustimmen — 21 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 9 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
W. Staub, Schwarzenbach
)
(Toggenburger
Verfasst am: 7.2.2012 19:34
Nicht am Problem vorbei reden
@M. Mechant aus Euroland Mit Ihren Aeusserungen... mehr
Zustimmen — 38 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 19 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten