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International

Die Griechen streiken – Gespräche über Reformen dauern an

Dienstag, 7. Februar 2012, 12:01 Uhr, Aktualisiert 21:08 Uhr

Ein Generalstreik gegen die jüngsten Sparmassnahmen hat das öffentliche Leben in Griechenland teilweise lahmgelegt. Derweil sind die Verhandlungen über weitere Sparmassnahmen in Griechenland Regierungskreisen zufolge einen entscheidenden Schritt weitergekommen.

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Gemäss Regierungskreisen ist die Sparliste fertig. Sie soll am Mittwoch bei einem Spitzentreffen mit Ministerpräsident Lucas Papademos gebilligt werden. Ursprünglich war das Treffen für Dienstagabend geplant. Nach Angaben einer Sprecherin von Papademos' Büro mussten noch «Feinheiten» des Sparprogramms mit den Kontrolleuren der internationalen Geldgeber abgestimmt werden.

Die griechische Regierung muss sich aber nicht nur mit den Finanzkontrolleuren von EU, IWF und EZB, der sogenannten Troika, auf weitere Einsparungen einigen. Auch die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern für den dringend benötigten Schuldenschnitt in Höhe von 100 Milliarden Euro müssen erfolgreich zu Ende gebracht werden.

In Brüssel wird über ein Sperrkonto für Griechenland diskutiert. («Tagesschau», 07.02.12, 12.45)

An dem geplanten Forderungsverzicht privater Gläubiger sollen sich nach einem Bericht der «Welt» neben den Banken nun offenbar auch die öffentlichen Gläubiger beteiligen. Es werde bereits darüber gesprochen, dass die Euro-Staaten auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten sollen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen.

Zehntausende protestieren

Während die Verhandlungen in vollem Gange sind, macht sich die Bevölkerung mit einem 24-stündigen Streik ihrem Ärger über mögliche neue Sparmassnahmen Luft. Die Polizei ist in Alarmbereitschaft. Bislang blieben grössere Ausschreitungen aus. In Athen demonstrierten nach Schätzungen der Polizei rund 10'000 Menschen bei strömendem Regen gegen die massiven Sparpläne. Die Streiks legten vielerorts den öffentlichen Verkehr in der Hauptstadt lahm.

Trotz strömendem Regen versammelten sich zahlreiche Demonstranten (unkommentiert)

Bestreikt werden Schulen, Ministerien, Banken und Spitäler. In der Hauptstadt Athen setzten sich die U-Bahn und die Busse mit Verspätungen in Bewegung, Touristen kamen nicht auf die Akropolis. Die Fährverbindungen wurden durch einen Streik der Seeleute behindert. Der Flugverkehr war indes nicht beeinträchtigt, da die Fluglotsen regulär arbeiteten.

Bild Mehrere Personen stehen vor Gebäude.
In Athen ist der öffentliche Nahverkehr seit dem Morgen unterbrochen. reuters

Den letzten Generalstreik in Griechenland gab es am 1. Dezember. Die Regierung in Athen steht unter massivem internationalem Druck, die Staatsfinanzen zu sanieren. Die Gewerkschaften beklagen Versuche, das Arbeitsrecht auszuhöhlen und die Einkommen zu kürzen.

«Euro-Zone kann Griechenlands Austritt verkraften»

Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Neelie Kroes, hält die Eurozone einem Zeitungsbericht zufolge selbst für den Fall für stabil, dass Griechenland den Euro aufgeben müsste. Sie sei aber dagegen, dass das Land zur Drachme zurückkehre, heisst es in der Zeitung «Volkskrant».

(agenturen/hesa/muei)

Kommentare aktiv...

M. Covolo, St.Gallen
(M.Covolo Mann)
Verfasst am: 8.2.2012 10:03

M. Mèchant, Klein-Euroland // Serbien EU

WIRTSCHAFLICH!!! Do...fi !! Wer bezahlt dann die... mehr

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A. Planta, Chur
(plal Mann)
Verfasst am: 7.2.2012 23:43

Die Griechen streiken – Gespräche über Reformen dauern an

Der neueste "Hit" der... [2]  mehr

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W. Staub, Schwarzenbach
(Toggenburger Mann)
Verfasst am: 7.2.2012 19:34

Nicht am Problem vorbei reden

@M. Mechant aus Euroland Mit Ihren Aeusserungen... mehr

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