Augenzeuge
Die Suche nach Überlebenden ist schwierig, weil zahlreiche Strassen verschüttet und Brücken beschädigt wurden. Gino KellerInternational
Beben auf den Philippinen: Schweizer erzählt
Ein Beben hat am Montag auf den Philippinen zahlreiche Menschenleben gefordert. Über eine Minute lang war der Erdstoss. Ein Schweizer Auswanderer beschreibt, wie er die bangen Momente erlebt hat.
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Gino Keller bereitete sich gerade zum Tauchen vor, als plötzlich die Erde bebte. «Da es hier viele kurze Erdbeben gibt, so alle 2 Wochen eines, war dies nicht unbekannt», sagt der 45-jährige Auswanderer zu SF-Online. Doch diesmal war es anders: «Die grossen langen Bewegungen wurden stärker und hörten nicht auf».
Gino und seine Familie rannten aus dem Haus und warteten beim Pool. «Dieser fing an zu schwappen, die Welle im wurde rund 50 cm hoch.» Die Erde habe über eine Minute lang gebebt.
Seine Nachbarn haben weniger Glück. «Viele haben grosse Risse in den Hauswänden und kaputte Fenster. Auch die Strasse ist stark beschädigt und überall liegt Schutt am Boden.»
Nach dem Beben fuhr Keller ins Zentrum von Negros, die grösste zu den Philippinen zählenden Inseln. «Es war ein riesen Chaos. Die Leute waren in Panik. Es gab wüste Szenen.» Es sei zu Gedränge, Handgemenge und Schlägereien gekommen.
Mindestens 48 Tote
Helfer haben auf den Philippinen in Geröll und Schlamm nach Erdbebenopfern gesucht. Das Beben der Stärke 6,9 hatte am Montag rund 570 Kilometer südlich von Manila mehrere Erdrutsche ausgelöst.
Mindestens 48 Menschen kamen ums Leben, 92 werden vermisst, teilte ein Armeesprecher mit. Die Suche nach Überlebenden war schwierig, weil zahlreiche Strassen verschüttet und Brücken beschädigt wurden.
(dpa/hurg)
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