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Bank Julius Bär: Steuerstreit belastet Jahresergebnis

Montag, 6. Februar 2012, 8:08 Uhr, Aktualisiert 20:40 Uhr

Die Bank Julius Bär muss einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Gewinn ging 2011 um 20,5 Prozent auf 400,5 Mio. Franken zurück. Die Bank verwaltete zum Jahresende Vermögen von 170 Milliarden Franken.

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Im Reingewinn enthalten sind aber nicht die 50 Mio. Euro Ablasszahlung, welche die Vermögensverwalterin im Frühling an Deutschland gezahlt hatte. So konnte die Bank erreichen, dass ihre Mitarbeiter oder eventuell auch das Institut selbst wegen Steuerdelikten von Kunden unbehelligt blieb.

Bei Julius Bär hofft man auf eine einmalige Bussenzahlung. (Tagesschau, 06.02.12, 19.30)

 
Die Bank sei auch «sehr bestrebt», die Situation im Steuerstreit mit den USA zu bereinigen, hiess es in der Mitteilung. Julius Bär zittert nach dem Untergang der St. Galler Bank Wegelin wie eine Reihe anderer Banken vor möglichen Klagen der Vereinigten Staaten. Rückstellungen für eine mögliche Busse wurden aber bislang keine gemacht.

Bank rechnet mit Busse

Julius Bär-Chef Boris Collardi rechnet im Steuerstreit mit den USA mit einer Busse. Allerdings habe man derzeit zu wenige Informationen, um bereits eine Rückstellung dafür vornehmen zu können, ergänzte Finanzchef Dieter Enkelmann.

Nach der gescheiterten Übernahme der Bank Sarasin werde Julius Bär  weiterhin nach Gelegenheiten für Akquisitionen Ausschau halten, sagte Collardi. Dies trotz des neuen Aktienrückkaufprogramms in Höhe von 500 Mio. Franken über die nächsten zwei Jahre, das die Bank angekündigt hat.

 
Die Höhe der verwalteten Vermögen des Zürcher Traditionshauses am Ende des Jahres veränderte sich indessen mit 170 Mrd. Franken im Vergleich zum Vorjahr kaum. Unter dem Strich nahm die Bank 10,2 Mrd. Franken an neuen Kundenvermögen entgegen, etwas mehr als von Analysten im Schnitt erwartet. Dass die verwalteten Vermögen nicht wuchsen, lag laut Julius Bär an der Lage der Finanzmärkte.

SF-Wirtschaftsredaktorin: «Die Bank rechnet mit einer Busse» (Tagesschau, 06.02.12, 12.45)

 
Das meiste Geld kam von wohlhabenden und reichen Menschen aus den aufstrebenden Regionen Asiens, Lateinamerikas sowie aus Osteuropa, Russland und dem Nahen Osten. Allerdings hat Julius Bär nach eigenen Angaben auch Zuflüsse in der Schweiz und in Deutschland verzeichnet.

CEO der Privatbank Julius Baer, Boris Colardi, im Interview mit der «Tagesschau».

Ausführliches Interview mit Baer-CEO Boris Colardi

Die Zeiten sind turbulent für Schweizer Banken. Dessen ungeachtet hat die Privatbank Julius Baer ein Ergebnis erzielt, mit dem sie zufrieden ist. Im Interview mit der «Tagesschau» äussert sich der CEO Boris Colardi zu den Zahlen des Jahres 2011 und zur aktuellen Bankenkrise.

(sda/blur)

Kommentare aktiv...

A. Flükiger, Bern
(Aedu Mann)
Verfasst am: 6.2.2012 10:18

Hört mit diesem Jammern auf!

Es ist unglaublich mit welcher Einfältigkeit... [1]  mehr

Zustimmen — 23 Leser sind auch dieser Meinung.
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W. Staub, Schwarzenbach
(Toggenburger Mann)
Verfasst am: 6.2.2012 9:15

Es ist so wie es ist

Nicht nur die Bank Bär, der ganze Finanzplatz... mehr

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