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Mordprozess Uster: Staatsanwalt fordert 20 Jahre Gefängnis

Montag, 6. Februar 2012, 10:02 Uhr, Aktualisiert 20:44 Uhr

20 Jahre Freiheitsstrafe wegen Mordes und anderer Delikte: Dies hat der Staatsanwalt vor dem Bezirksgericht Uster für den 23-jährigen Beschuldigten gefordert, der im März 2009 seine Freundin erschossen hatte.

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Zusätzlich zur Freiheitsstrafe forderte der Staatsanwalt eine ambulante psychiatrische Behandlung während des Strafvollzuges. Sollte der Angeklagte nicht wegen Mordes, sondern nur wegen fahrlässiger Tötung verurteilt werden, verlangt die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von 6 Jahren.

Prozessauftakt im Tötungsfall Céline Frank (10vor10, 06.02.2012)

Beschuldigter gibt sich locker

Wortreich und in lachendem Plauderton hat der Beschuldigte im Mordprozess vor dem Bezirksgericht Auskunft gegeben.

Auf die Frage des Richters, ob man denn von Fahrlässigkeit sprechen könne, drückte sich der Beschuldigte um die Antwort – es sei «einfach Scheisse gelaufen an diesem Abend», er habe damals seine Freundin verloren.

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Hier – auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums Volkiland in Volketswil – wurde die junge Frau umgebracht. keystone

Erst auf ausdrückliches Insistieren seines Verteidigers räumte er schliesslich ein, er anerkenne den Vorwurf der Fahrlässigkeit. Eine Therapie, wie der psychiatrische Gutachter empfahl, findet der Beschuldigte für sich zwar nicht nötig. Wenn der Gutachter aber meine, so werde er eine solche absolvieren.

Den Tatablauf, wie er in der Anklageschrift geschildert ist, bestätigte der Kosovare. Er und seine Freundin sassen an jenem Märzabend in seinem Auto auf einem Parkplatz beim Einkaufszentrum Volkiland.

Er habe seine Pistole unter dem Fahrersitz hervorgeholt und damit herumhantiert – zum «showen», wie er sagte. Seine Freundin sei eingeschnappt gewesen, weil er mit einer anderen Frau telefoniert habe. Das habe er an ihrem Gesicht gesehen.Auf seine Frage, ob sie glaube, er hätte den Mut jemanden zu töten, antwortete sie mit Ja.

«Das erste Mal machte es Klick»

Darauf setzte er ihr die Pistole an den Hals, direkt unterhalb des Unterkiefers, und drückte ab. «Es machte klick», und bevor das Mädchen reagieren konnte, drückte er ein zweites Mal ab. Diesmal ging ein Schuss los, welcher der jungen Frau schwerste Kopfverletzungen zufügte.

Als erstes telefonierte der Schütze mit seinem Bruder und sagte ihm, er solle herkommen. Gemeinsam fuhren sie die tödlich Verletzte ins Spital Uster. Beim dortigen Parkplatz steckte der Täter die restlichen Patronen ein und warf sie dann in einen Kübel – «damit man sie nicht findet», wie er sagte.

Ein klarer Fall von Mord

Was mit der bis heute verschwundenen Waffe geschah, sagte er nicht: «Ich verweigere die Antwort», wiederholte der Beschuldigte stereotyp auf alle Fragen nach der Waffe und den diversen Versionen des Vorgefallenen, die er zu Beginn der Befragungen aufgetischt hatte.

Laut Staatsanwalt hat der junge Mann seine Freundin kaltblütig hingerichtet, weil sie ihm lästig geworden sei. Ein klarer Fall von Mord also.

Der Prozess dauert vier Tage. (Tagesschau, 06.02.12, 19.30)

Sowohl die Eltern der getöteten Gymnasiastin als auch die Familie des Beschuldigten verfolgten die Verhandlung im Gerichtssaal. Das Urteil wird auf Donnerstag oder Freitag erwartet.

Schon früher gewalttätig

Die Ermittler stiessen bei dem Kosovaren auf ein umfangreiches Waffenarsenal: Vier Pistolen und zwei Gewehre, ein Butterfly-Messer und eine Machete, drei Baseballschläger, einen Schlagring und ein Paar Sand-Handschuhe – sie verleihen Faustschlägen mehr Nachdruck.

Rund eine Woche vor dem Tötungsdelikt hatte das spätere Opfer dem jungen Mann eine Ohrfeige versetzt, wie es in der Anklageschrift heisst – ein Grund wird nicht genannt.

Daraufhin habe er dem Mädchen die Spitze seines Butterfly-Messers an den Hals gesetzt. Er fügte ihr einen rund zwei Zentimeter langen Kratzer zu – exakt an der Stelle, an der er ein paar Tage später den aufgesetzten Schuss abfeuerte. 

(sda / hurg)

Kommentare aktiv...

J. Zihlmann, Salinas
(casasinnombre Mann)
Verfasst am: 6.2.2012 13:43

Wenn jemand,

einem Menschen, eine Waffe auf den Körper... mehr

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A. Arnold, Ebikon
(A.Arnold Frau)
Verfasst am: 6.2.2012 10:59

Mörder versichert ,ich wollte sie nicht töten!

Ein aufgesetzter Schuss,zeigt die Kaltblütigkeit... mehr

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C. Staub, meinungs-zensur
(srg-gemobbter Mann)
Verfasst am: 6.2.2012 10:42

...ausnahmsweise gehe ich mit dem Staats-Anwalt...

...hier Adrian Kaegi, einig ! Bei allem Anrecht... mehr

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