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Erneut extrem kalte Nacht in der Schweiz

Sonntag, 5. Februar 2012, 12:41 Uhr

Zwar sanken die Temperaturen vielerorts nicht ganz so tief wie in der Nacht zuvor – allerdings erreichte das Thermometer an einigen Orten dennoch extreme Werte. Ein Ende des Gefrierschranks Schweiz ist vorerst nicht in Sicht.

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In Ulrichen im Obergoms (VS) ist in der Nacht auf Samstag mit minus 33,8 Grad der Kälterekord dieses Winters erreicht worden. Eine noch tiefere Temperatur wurde auf der Glattalp (SZ) auf 1800 Meter über Meer gemessen. Minus 37 Grad zeigte dort das Thermometer. Allerdings ist umstritten, ob die Anlage die Richtlinien der Weltmeteorologischen Organisation (WMO) erfüllt.

Zweifelhafte Rekordwerte

Laut SF Meteo werden die Temperaturen weltweit in zwei Meter Höhe gemessen. Diese Vorschrift ist sinnvoll – gerade bei klarem Wetter. Denn die Luft kühlt immer vom Boden her ab. Die Temperaturdifferenz kann bis zu vier Grad betragen. Momentan ist die Messstation Ulrichen tief verschneit – die Temperaturfühler ragen nur knapp aus dem Schnee. Aus Sicht von SF Meteo wird dadurch der genaue Wert verfälscht.

Bereits in der Nacht zum Samstag hatte es schweizweit tiefe Minustemperaturen gegeben. Diese Werte wurden in der letzten Nacht vielerorts nicht mehr erreicht. Trotzdem war es in den tief gelegenen Landesregionen noch sehr kalt.

Im luzernischen Egolzwil minus 18,7 und im waadtländischen Oron-la-ville minus 18,4 Grad. In St. Gallen, Basel, Bern und Zürich-Flughafen wurden noch Minustemperaturen von 18,2 bis 17,3 gemessen. Sehr kalt war es auch in der Gegend rund um den jurassischen Hauptort Delsberg. In Rossemaison war es minus 22,8 Grad kalt und in Movelier minus 18,8.

Ende der Kälte nicht in Sicht

Mindestens eine Woche wird es noch kalt bleiben. «Erst dann könnte ein Ende der Kältewelle ins Sicht sein», so Jürg Zogg von «SF Meteo». Allerdings werden die Temperaturen in der nächsten Woche nicht mehr so tief in den Keller sinken.

«Minus drei bis vier Grad werden es aber immer noch sein», so Zogg. Hinzu kommt, dass am Montag und Dienstag eine kräftige Bise wehen wird und die gefühlte Kälte somit um einiges kräftiger sein dürfte.

Einzige Ausnahme: die Alpensüdseite. «Wer die Nase von der Kälte voll hat, der kann ab Dienstag ins Tessin flüchten», so Wetter-Experte Zogg. Bis zu fünf Grad warm soll es dann dort werden.

(sda/maiu)

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