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Australien: Flut macht aus St. George eine Geisterstadt
Steigendes Hochwasser und ein Evakuierungsaufruf haben aus der Ortschaft St. George im Osten Australiens eine Geisterstadt gemacht. Die meisten der 3800 Einwohner waren am Wochenende geflohen, bevor die Ortschaft vollends von der Aussenwelt abgeschnitten wurde.
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Die einzige noch befahrbare Straße aus der Ortschaft heraus war am Montag überflutet. Krankenhauspatienten wurden mit Militärhubschraubern in Sicherheit gebracht.
Baby ertrunken
Ein 18 Monate altes Kind ertrank, teilten die Behörden mit. Es war das zweite Todesopfer innerhalb von Tagen. Die Ministerpräsidentin von Queensland, Anna Bligh, besichtigte die Dämme in der Stadt, die an einigen Stellen Lecks aufwiesen. «Mit den bestehenden Dämmen werden die Wassermassen in St. George nicht zurückzuhalten sein», erklärte sie weiter. «Das Hochwasser wird über die 14-Meter-Marke steigen.»
Die provisorischen Absperrungen hielten zeitweilig Fluten zurück, die nach Medienangaben auf fünf Kilometer Breite und sieben Meter Höhe angeschwollen waren. Es sei zu spät, um die Dämme noch weiter zu erhöhen, sagte die Ministerpräsidentin.
Der Ort rund 500 Kilometer westlich von Brisbane war vor zwei Jahren schon einmal von Hochwasser verwüstet worden. Damals erreichte die Flut die Marke von 13,5 Metern. Starker Regen hat viele Flüsse entlang der australischen Ostküste anschwellen und teils über die Ufer treten lassen.
30 Tote bei Überschwemmungen 2011
Im vergangenen Jahr waren in Queensland bei den schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen.
Auch die Stadt Brisbane wurde hart getroffen. Im ganzen Bundesland standen tausende Häuser unter Wasser, landwirtschaftliche Flächen fielen den Fluten zum Opfer.
(dpa/maiu/halp)
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