Vermischtes
Kälte lässt vielerorts Leitungen und die SBB einfrieren
Die Wetterfrösche hatten es vorhergesagt und so mancher spürte es am eigenen Leib: In den letzten Tagen und vor allem in den Nächten war es in vielen Teilen des Landes bitter kalt. Vor allem die SBB und die Lötschberg-Bahn hatten unter den tiefen Temperaturen zu leiden. Auch der TCS-Pannendienst hatte rekordverdächtig viel zu tun.
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- Winterland Schweiz
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In der Nordwestschweiz und vom Kanton Zürich bis in den Thurgau war die Nacht zu Samstag «an vielen Orten die kälteste in einem Februar seit über 30 Jahren», sagte Thomas Kleiber von «SF Meteo». «In Basel wurden -18,8 Grad, am Flughafen Zürich -20,2 Grad, in Tänikon (TG) -22,7 Grad und in Mervelier (JU) -23,3 Grad gemessen»
Bei mehreren Liegenschaften in der Stadt Zürich sind wegen der tiefen Temperaturen die Wasserleitungen eingefroren. Betroffen sind vor allem Notleitungen, die bei Baumassnahmen oberirdisch verlegt werden.
Bise lässt gefühlte Kälte steigen
In der Nordwestschweiz und in der Ostschweiz sei die Bise so schwach gewesen, dass es in einigen Tälern in der Nacht fast windstill gewesen sei und der Himmel weitgehend klar geblieben sei. «Aufgrund der trockenen Luft entstand auch kaum Nebel. Dadurch konnten die Temperaturen sehr weit absinken», so Kleiber. Kalt sei es aber auch in der Höhe gewesen: Auf der Alp Buffalora am Ofenpass (GR) habe man -31,3 Grad gemessen.

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«In der Westschweiz blies die Bise dagegen weiter. Deshalb gingen die Temperaturen dort weniger in den Keller», sagte Kleiber gegenüber «SF Online». In Genf seien deshalb nur -10 Grad gemessen worden.
«Vom Gefühl her war es aber kälter: Mit der starken Bise, die dort wehte, fühlte es sich ebenfalls wie -20 Grad an», so der Wetter-Experte.
SBB: Verspätungen auf zahlreichen Strecken
Die eisige Kälte in der Nacht hat vor allem den SBB und BLS zu schaffen gemacht. «Wegen des Schnees haben wir in der ganzen Schweiz im Moment Weichenstörungen», sagte eine SBB-Sprecherin. Durch die tiefen Temperaturen seien die Weichen vereist. Bei rund 6800 Weichen der SBB – das sind 60 Prozent aller Weichen – soll ein Heizsystem das Vereisen verhindern. Fallen die Temperaturen aber unter minus 15 Grad, können auch die Heizungen nicht mehr immer voll funktionieren, so die SBB-Sprecherin weiter. Das Heizgas verflüssigt sich.
Trotz des Einsatzes von hunderten von Hilfskräften kam es zu einzelnen Weichenstörungen. Die grössten Auswirkungen hatte die Kälte auf die Strecke zwischen Lausanne und dem Genfer Flughafen, auf der wegen Weichenstörungen nur noch zwei Geleise befahrbar waren.
Die Züge von und nach Bern, Basel, Zürich und Luzern konnten deswegen bis am späten Samstagnachmittag nur von und bis Morges fahren. Von dort mussten die Passagiere auf Regionalzüge umsteigen. Es kam zu Verspätungen von bis zu einer halben Stunde. Die Zugsverspätungen auf anderen Strecken hielten sich mit 5 bis 10 Minuten in Grenzen.
TCS mit neuem Rekord
Die klirrende Kälte lässt beim Autopannendienst des TCS die Drähte heisslaufen. Bis am Nachmittag riefen über 8000 Autofahrer und Autofahrerinnen wegen Problemen auf der Strasse an. Das ist laut dem Touring Club Schweiz (TCS) ein Rekord.
Bis zum Tagesende dürfte die Marke von 10'000 Anrufen übertroffen werden, sagte ein TCS-Mediensprecher. Der TCS spricht von einem Rekord. Eine vergleichbare Situation habe es letztmals vor zwölf Jahren gegeben.
Zum Vergleich: Im Februar bearbeitet die TCS-Einsatzzentrale in Schönbühl (BE) sonst im Schnitt rund 1400 Anrufe pro Tag. Schon am Freitag, als es ebenfalls eisig kalt war, kam es zu 5000 Anrufen.
Leere Batterien, eingefrorene Türen
Am häufigsten suchen die Leute Hilfe wegen leerer Batterien, danach wegen eingefrorener Türen, Schlösser und Handbremsen. Nicht jeder Anruf führe auch zu einem Einsatz, weil die Leute teilweise mehrmals anruften, so der TCS.
Wegen des Grossandrangs betrage die Wartezeit derzeit deutlich mehr als die üblichen 30 Minuten. Die Westschweiz ist etwas stärker betroffen als die Deutschschweiz.
Bei minus 20 Grad Celsius reduziere sich die Leistung der Autobatterie auf die Hälfte, erinnert der TCS. Wer in die Skiferien fahre, sei gut beraten, die Batterie zuvor überprüfen zu lassen. Ein Überbrückungskabel einzupacken sei auch empfehlenswert.
Ausserdem rät der TCS den Automobilisten vor dem Anlassen des Motors, Sitzheizung, Aussenspiegel- und Heckscheibenheizung auszuschalten, weil diese viel Strom verbrauchten.
(sda/maiu/halp)
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L. Kunz, Sallneck
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(xylol
Verfasst am: 4.2.2012 17:55
Das Bild No. 13 ?
Das gibt's nur bei Tauwetter und nicht bei... [1] mehr
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