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Einwanderung: Sommaruga will die Schraube anziehen

Andrea Jaggi, DRS
Samstag, 4. Februar 2012, 13:41 Uhr

Wer in der Schweiz leben will, muss die Kultur kennen und eine der Landessprachen sprechen. Dies sagte Justizministerin Simonetta Sommaruga in der «Samstagsrundschau» von Radio DRS. Sie will die Schraube anziehen.

Bild Nahaufnahme von Simonetta Sommaruga.
Sommaruga in der «Samstagsrundschau»: «Wir hatten gesellschaftliche Auswirkungen, welche wir wohl unterschätzt haben.» keystone

Teurer Wohnraum, überfüllte Strassen und Züge – die Migration, die Zuwanderung von ausländischen Arbeitskräften, bringt auch Probleme mit sich. Dies hatte der Bundesrat, wenn es jeweils um die Erweiterung der Personenfreizügigkeit ging, so nie kommuniziert.

Gesellschaftliche Folgen unterschätzt

Der Arbeitsmarkt als Dirigent für die Zuwanderung sei sicher ein gutes Instrument, sagte Justizministerin Simonetta Sommaruga in der «Samstagsrundschau» von Schweizer Radio DRS.

«Aber wir dürfen nicht wegschauen: Wir hatten gesellschaftliche Auswirkungen, welche wir wohl unterschätzt haben», so Sommaruga weiter.

Die Sendung zum nachhören

Bundesrätin Simonetta Sommaruga war in der «Samstagsrundschau» zu Gast bei Oliver Washington. Die ganze Sendung zum nachhören finden sie hier.

Wie gross die Probleme wirklich seien, sei Gegenstand einer laufenden Untersuchung, sagte die Justizministerin. Man dürfe nicht vergessen, dass es beispielsweise in der Landwirtschaft oder in Spitälern gar nicht mehr ohne ausländischen Arbeitskräften gehe.

Die Integration vernachlässigt

Aber, so kritisiert Sommaruga, die Schweiz habe der Integration zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Zum Beispiel auch der von besser verdiendenden Arbeitskräften: «Wir haben heute zum Teil Parallel-Gesellschaften von ausländischen CEOs, die sich um die Traditionen in der Schweiz foutieren».

Integration könne man nicht erzwingen, man müsse aufeinander zugehen. Dabei sei die Sprache das Wichtigste: «Hier sollte man die Schraube ein wenig anziehen. Wer in diesem Land lebt, sollte eine der Landessprachen lernen», so Sommaruga. Dies sei keine Schikane, dies sei die Voraussetzung, um überhaupt in Kontakt zu kommen. Und das gelte eben auch für CEOs und deren Familien.

Viel Überzeugungsarbeit nötig

Bundesrätin Sommaruga ist sich bewusst, dass die Landesregierung viel Arbeit vor sich hat, auch Überzeugungsarbeit. Denn in den nächsten Jahren wird es um die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien gehen. Zudem stehen zwei Volksinitiativen an, welche die Einwanderung beschränken wollen.

Kommentare aktiv...

H. Vogelsanger, Pully
(hvogel Mann)
Verfasst am: 6.2.2012 17:33

Ausländische CEOs

Ich verstehe nicht warum Frau BR Sommaruga... mehr

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K. Räschter, Schweiz
(- Mann)
Verfasst am: 6.2.2012 11:30

Sprach-Kenntnisse allein reichen nicht

Wo lebt denn eigentlich Frau BR Sommaruga.... mehr

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F. Unternaehrer, Brig
(Landsmann Mann)
Verfasst am: 6.2.2012 7:18

Was soll das?

Sprachkenntnisse können nicht als Voraussetzung... mehr

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