Kultur
Arthur Cohn – «Bedeutendster Schweizer Filmproduzent» wird 85
Der Schweizer Filmproduzent und dreifache Oscar-Gewinner Arthur Cohn wird 85 Jahre alt. Cohn gilt in Hollywood als «bedeutendster Filmproduzent ausserhalb der USA».
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Cohn war unter anderem der erste nicht-amerikanische Produzent, dessen Name in den «Walk of Fame» eingeschrieben wurde. Neben seinen drei offiziell gewonnenen Oscars wurden noch drei weitere Werke Cohns mit der höchsten Auszeichnung im Filmgeschäft gewürdigt. Jedoch gilt bei Oscars für den besten fremdsprachigen Film laut Academy-Regeln nicht der Produzent als Preisträger, sondern das Werk an sich.
Auf «Du und Du» mit Pacino
Cohn, der unter anderen Al Pacino, Michael Douglas oder Jack Nicholson zu seinen Freunden zählt, erhielt zudem 1995 in Frankreich den Orden «Commandeur des Arts et des Lettres». Dieser gilt als höchste Ehrung, die das Kulturministerium in Paris zu vergeben hat.
Seine drei Oscars bekam Cohn alle für Dokumentarfilme. Den ersten erhielt er bereits 1963 für «Sky Above – Mud Below», einem Film über Neu-Guinea. «American Dream» (1990) über den Arbeitskampf von US-Fabrikarbeitern in den 1950er Jahren setzte die Serie fort. 1999 folgte «One Day in September» über die Geiselnahme während der Olympischen Sommerspiele von München 1972.
«Die Oscars kamen weitgehend unerwartet. Sie betrafen allesamt Filme von denen mir abgeraten worden war», sagte Cohn gegenüber «glanz & gloria».
Scheuer Hollywood-Produzent
Über das Privatleben des dreifachen Vaters ist nicht sonderlich viel bekannt. «Ich glaube nicht, dass es die Leute interessiert, ob ich meinen Kaffee schwarz oder mit Milch trinke», sagte er einst. Cohn ist verheiratet und lebt in Los Angeles. Der Basler war jahrelang als Journalist bei Radio Beromünster tätig. Über die Arbeit als Drehbuchautor, mit der er sich einen Namen machte, kam er schliesslich international ins Filmproduzenten-Geschäft.
Der neuste Film, hinter dem Cohn steht, kommt Ende März in die deutschen Kinos: Es handelt sich um die Verfilmung von Wladimir Kaminers Roman «Russendisko» mit Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle. Der Deutschschweizer Kinostart steht noch nicht fest.
(sda/muep)
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