Wirtschaft
UBS und CS sollen Zinssätze abgesprochen haben
Die Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Untersuchung gegen die beiden Grossbanken und gegen zehn ausländische Institute eröffnet. Sie sollen sich bei Zinssätzen und Derivaten abgesprochen haben. Bereits mehrere Länder ermitteln in dieser Sache.
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Die Banken sollen durch Absprachen die Referenzzinssätze LIBOR und TIBOR sowie die Handelsbedingungen von Derivaten beeinflusst haben, um beim Handel mit solchen Finanzinstrumenten Gewinne zu erzielen, teilte die Weko mit.
LIBOR und TIBOR sind von Bankenvereinigungen ermittelte Referenzzinssätze, die das Zinsniveau auf dem Interbankenmarkt widerspiegeln sollen. Sie werden aus den täglichen Eingaben der verschiedenen Banken auf tagesaktueller Basis für mehrere Währungen berechnet.
Was sind Derivate?
Unter Derivaten versteht man Finanztermingeschäfte, die sich auf einen Basiswert (Aktien, Zinsen, Index, Devisen usw.) stützen und deren Preisentwicklung oder Kursentwicklung von der zukünftigen Entwicklung des Basiswertes abhängig ist.
Grundsätzlich lassen sie sich in zwei Gruppen einteilen:
- Optionen (Calls, Puts, Warrants) und Termingeschäfte (Futures, Forwards, Swaps) und
- Strukturierte Produkte (hybride Produkte)
«Das wäre eine Bombe»
Mit den Absprachen zu Eingaben konnten die Derivatehändler möglicherweise die Referenzzinssätze zu ihren Gunsten verfälschen, wie die Weko schreibt. Daneben sollen sich die Derivatehändler ebenfalls über die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskursen (Spreads) von Derivaten abgesprochen und dadurch Kunden diese Finanzinstrumente zu «marktunüblichen Konditionen» verkauft haben.
«Eine solche Manipulation wäre tatsächlich eine Bombe. Denn es hängen sehr viele Geschäfte im internationalen Finanzsystem daran, angefangen beim Firmenkredit bis zur Libor-Hypothek. Eine Manipulation wäre ein Betrug an sehr vielen Vertragsparteien, mit unabsehbaren Konsequenzen für das Finanzsystem», sagt Urs Birchler, Bankenprofessor an der Universität Zürich, in der «Tagesschau».
Für eine einzelne Bank sei der Libor sehr schwer zu manipulieren, weil ungewöhnliche Werte herausgefiltert würden. Wenn aber eine grössere Anzahl von Banken systematisch die Liborsätze falsch melde, dann käme es natürlich zu einer Manipulation, so Birchler.
«Ein tiefer Libor sieht gegen aussen gut aus. Gleichzeitig können die Banken damit Geld sparen, wenn sie Schuldnerinnen in Liborverträgen sind», erklärt Birchler. Für internationale Banken könne dies zwei oder dreistellige Millionenbeträge pro Quartal ausmachen.
Von der Untersuchung sind neben UBS und CS zahlreiche ausländische Banken wie die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, Citigroup, Deutsche Bank, HSBC, JP Morgan Chase, Mizuho Financial, Rabobank, Royal Bank of Scotland, Société Générale, Sumitomo Mitsui Banking Corporation sowie weitere Finanzintermediäre betroffen.
Auch ausländische Behörden ermitteln
Behörden in der EU, in Japan, Grossbritannien und den USA untersuchen ebenfalls, ob die Banken den Libor manipuliert haben, um das Ausmass ihrer Finanzprobleme zu verbergen. Dabei ging es um den Zeitraum 2006 und 2008.
Wie Thomas Nydegger von der Weko sagte, ging die Selbstanzeige «letztes Jahr» ein. Die Untersuchung der hiesigen Behörde stehe dabei «im gleichen Kontext» wie im Ausland. Allerdings seien im Ausland die Finanzmarktaufsichts- und nicht die Wettbewerbsbehörden federführend, entsprechend seien dort auch nicht Kartellabsprachen der Gegenstand der Untersuchung.
(sf/sda/rucf/muei)
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B. Hermann, Bern
)
(Macropis
Verfasst am: 4.2.2012 9:31
"Unter 10 Jahren.."Sie sollen mit ihrem Vermögen für Image-u.
Geldverlust haften.Aber eben,deren Pinke ist... mehr
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D. Frei, Lupfig
)
(daniel.frei9
Verfasst am: 3.2.2012 16:06
Schweizer Banken -Mafia
Ich stelle die These auf, dass die UBS/CS eine... mehr
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A. Kurt, Dürnten
)
(minu92
Verfasst am: 3.2.2012 15:39
Schöne Gesellschaft!
Es wird ja im heiterer in der Bankenwelt! Jetzt... mehr
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