Schweiz
20 Jahre nach der Platzspitz-Schliessung
Das Ereignis sorgte weltweit für Schlagzeilen: 1992 schloss die Stadt Zürich den Platzspitz. Die offene Drogenszene beim Landesmuseum galt als Schandfleck Zürichs. Die Bilder vom sogenannten «Needle-Park» gingen um die Welt. «Schweiz aktuell» schaut zurück auf dramatische Geschichten rund um den Platzspitz. Eine sechsteilige Serie von Matthias Rusch.
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(sf/buev)
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Zeitzeugen erinnern sich
Zahlreiche Leben waren mit der offenen Drogenszene am Platzspitz verknüpft. Auch Fiona Müller, Süchtige, und André Seidenberg, Arzt, waren oft vor Ort. Sie erinnern sich an das dunkle Kapitel Platzspitz.
Das heutige Leben von Platzspitz-Junkies
Nur wenige Platzspitz-Junkies haben den Ausstieg längerfristig geschafft. Die meisten bleiben ein Leben lang abhängig so wie Fiona Müller (Name geändert). Andere sind verstorben. Ein Einblick in zwei ganz unterschiedliche Leben 20 Jahre nach der Platzspitz-Schliessung.
Ein Polizist erzählt
Anfang der 1990er Jahre wurde zur Bekämpfung des Drogenelends praktisch nur auf Repression gesetzt. Ein ehemaliger Detektiv der Stadtpolizei Zürich erinnert sich an eine schwierige Zeit. Warum kamen diese Personen in ein solches Elend? Diese Frage beschäftige Sepp Mächler immer wieder.
Heroin hält Polizei auch heute auf Trab
Mit der Schliessung der offenen Drogenszene wurde es ruhiger im Drogenmilieu, nicht zuletzt dank Methadon- und Heroinabgabeprogrammen. Trotzdem gibt es noch immer einen grossen illegalen Markt. Pro Jahr beschlagnahmt die Kantonspolizei 60 bis 80 Kilo Heroin. Drogenfahnder der Kantonspolizei nehmen einen Dealer in Kloten fest.
Platzspitz-Räumung bis heute umstritten
Der Zürcher Stadtrat wollte zuerst ein Hilfsprogramm für Süchtige aufbauen, damit nicht wieder eine offene Drogenszene entsteht. Der Stadthalter kam diesem Plan aber zuvor und verordnete 1992 die Schliessung – ein Entscheid, der den Stadtrat noch heute verärgert.
Probleme mit Drogen haben massiv abgenommen
Die Drogenpolitik hat viele Probleme gelöst. Die Beschaffungskriminalität beispielsweise ging soweit zurück, dass sie heute statistisch gar nicht mehr erfasst wird. Mittlerweile sind für Süchtige zahlreiche Anlaufstellen und Unterstützungsangebote vorhanden. Ein Rundgang mit dem Vorsteher des Zürcher Sozialdepartements.
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