International
Neue Gewalt-Eskalation in Ägypten
Nach den heftigen Ausschreitungen in der Nacht sind in ganz Ägypten wieder Tausende Menschen auf die Strasse gegangen. Dabei kam es erneut zu heftigen Zusammenstössen mit Sicherheitskräften. Insgesamt fünf Menschen kamen ums Leben. Landesweit ist von über 1500 Verletzten die Rede.
Bild
Artikel bewerten
Artikel teilen
In Kairo versammelten sich am Morgen erneut hunderte Demonstranten im Zentrum der Hauptstadt zum Protest gegen den regierenden Militärrat. Nach dem Freitagsgebet kam es in der Nähe des Innenministeriums wieder zu Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften. Demonstranten warfen Steine, die Polizei setzte Tränengas ein.
Zwei Tote in Suez
Am frühen Morgen wurde bei Protesten in der Nähe des Innenministeriums ein Demonstrant getötet. Mohamed Sultan, Chef des Ägyptischen Rettungsdienstes, sagte der staatlichen Nachrichtenagentur, der Mann sei durch scharfe Munition getötet worden. Ein Arzt in einem Feldlazarett auf dem Tahrir-Platz bestätigte dessen Tod.
Bereits in der Nacht wurden zwei Menschen in der Stadt Suez im Nordosten des Landes von Polizisten erschossen, als sie versuchten, in die Polizeistation einzudringen, wie das Gesundheitsministerium bestätigte.
Ebenso wie in Suez oder in Kairo protestierten in der Hafenstadt Alexandria oder in Port Said Tausende Menschen gegen die ägyptische Führung. Seit gestern sind laut dem Innenministerium landesweit über 1500 Menschen bei Protesten verletzt worden.
Steuerbehörde in Kairo gestürmt
Eine wütende Menge hat ein Gebäude der Steuerbehörde in Kairo gestürmt. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen flogen Brandbomben. Die Eindringlinge hätten Möbel und Akten zerstört, hiess es. Die Polizei habe Instruktion erhalten, im Umgang mit den Randalierern zurückhaltend zu sein.
Der ägyptische Übergangsrat wird von den Demonstranten für die Tragödie im Fussballstadion vom Mittwochabend verantwortlich gemacht.
«Sie wissen, wie man ein Ministerium schützt, aber nicht, wie man ein Stadion schützt», riefen manche Demonstranten. Immer wieder wurde der Rücktritt des Chefs des Militärrats, Hussein Tantawi, gefordert.
Bei dem Spiel zwischen den Mannschaften Al-Masry aus Port Said und Al-Ahly aus Kairo waren unmittelbar nach dem Abpfiff Fans von Al-Masry auf das Spielfeld gestürmt und hatten Spieler und Anhänger der gegnerischen Mannschaft mit Flaschen und Steinen beworfen. Dabei wurden 74 Menschen getötet und Hunderte verletzt.
(sda/buet/engf)
Meldungen im Tagesverlauf
- Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
- Promis geben in Monaco Vollgas
- Wegpauschale nicht immer zulässig
- Zwei Schweizer bei Flugzeugunglück in Norddeutschland getötet
- Milliarden-Spritze für griechische Banken
- «Oranje» und Co. noch nicht in EURO-Form
- Opfer bei abgestürztem Kleinflugzeug in Deutschland sind vermutlich Schweizer
- Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
- Tunesischer Präsident will Potentatengelder zurück
- Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
- Miami Heat legen im Conference-Final vor
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine


Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
Milliarden-Spritze für griechische Banken
Zwei Schweizer bei Flugzeugunglück in Norddeutschland getötet
Opfer bei abgestürztem Kleinflugzeug in Deutschland sind vermutlich Schweizer
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe






















J. Zimmermann, Rüschegg-Heubach
)
(go4wm2014
Verfasst am: 3.2.2012 10:36
traurig!
cleopatra würde sich im sarkophag umdrehen wenn... mehr
Zustimmen — 25 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 6 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten