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International

Romney triumphiert über Gingrich in Florida

Mittwoch, 1. Februar 2012, 2:00 Uhr, Aktualisiert 14:22 Uhr

Haushoher Sieg Mitt Romneys bei den Republikanervorwahlen in Florida: Mit 46,4 Prozent der Stimmen deklassierte der Ex-Gouverneur und Multimillionär seinen ärgsten Rivalen Newt Gingrich. Dieser will aber weitermachen.

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Romney: «Der Kampf unter den Republikanern spaltet uns nicht, sondern bereitet mich zum Sieg vor.» (Tagesschau, 01.02.12, 13.45)

Gingrich kam lediglich auf 31,9 Prozent. Damit hat Romney nach Ansicht von Experten eine entscheidende Hürde im Rennen um die Nominierung für die Präsidentenwahl im November genommen.

Mit rund 19 Millionen Einwohnern hat der «Sonnenschein-Staat» erhebliches politisches Gewicht. Doch da Romneys Rivalen nicht aufgeben wollen, dürfte das Rennen noch Wochen weitergehen. Gingrich kündigte bereits vor Bekanntgabe des Ergebnisses an, er werde in jedem Fall weiter um die Kandidatur kämpfen. 

Bild Romney wird bejubelt
Mitt Romney und seine Frau Ann werden von den Anhängern nach Bekanntgabe der Ergebnisse in Florida bestürmt. reuters

«Die Macht des Volkes wird die Macht des Geldes besiegen», meinte Gingrich und spielte damit auf die enormen Wahlkampfgelder seines Rivalen Mitt Romney an.

Romney sprach von einem «grossen Sieg». «Ich stehe bereit, um die Partei und unsere Nation zu führen», sagte er vor jubelnden Anhängern in Tampa. An die Adresse von Präsident Barack Obama sagte Romney: «Jetzt ist es Zeit für Sie, zur Seite zu treten.»

SF-Korrespondent Arthur Honegger: «Romney wird kaum mehr zu stoppen sein» (Tagesschau, 01.02.12, 13.45)
Nahaufnahme Honegger.

Romneys aggressive Taktik

SF-Korrespondent Arthur Honegger erklärt «SF Online» das neue Erfolgsrezept Romneys. Lesen sie mehr dazu hier.

Am Samstag geht es weiter
 
Bereits am Samstag steht eine weitere Vorwahl in Nevada bevor. Als entscheidendes Datum schält sich aber immer mehr der «Super-Tuesday» am 6. März heraus. Dann wird in zehn Bundesstaaten abgestimmt.
 
Abgeschlagen auf den dritten Platz in Florida kam Ex-Senator Rick Santorum mit 13,4 Prozent der Stimmen. Der libertäre Kongressabgeordnete Ron Paul landete demnach mit 7 Prozent auf den letzten Platz, 1,3 Prozent wählten für Verschiedene.
 
Zwar war die Abstimmung in Florida bereits die vierte US-Vorwahl -aber nach Iowa, New Hampshire und South Carolina war es der erste Urnengang von entscheidender Bedeutung. Es ging um 50 Delegiertenstimmen für die Nominierung im August, deutlich mehr als bei den drei bisherigen Abstimmungen.

 
Insgesamt sind beim Republikaner-Parteitag 1144 Delegiertenstimmen nötig. Erst dann wird endgültig entschieden, wer gegen Obama antritt.
 
Nach seiner überraschend deutlichen Niederlage in South Carolina Ende Januar war Romney zuletzt deutlich aggressiver gegenüber seinem Rivalen Gingrich aufgetreten. Der ehemalige Gouverneur und seine Verbündeten investierten in Florida allein 14 Millionen Dollar in Fernsehwerbung. Gingrich kam mit seinen Unterstützern nur auf rund drei Millionen Dollar.
 
Obama als «lachender Dritter»
 
«Lachender Dritter» des Republikanerrennens ist Obama. Er dürfte von den Tiefschlägen, die sich die Republikaner gegenseitig zufügen, profitieren. Seit Wochen hat die Auseinandersetzung an Härte zugenommen. Gingrich etwa warf Romney immer wieder dessen frühere Tätigkeit als Unternehmerberater vor, bei der er Firmen stillgelegt und dabei Millionen verdient habe.
 
Das Weisse Haus bereitet sich bereits seit Monaten auf Romney als wahrscheinlichsten Gegner bei der Präsidentenwahl am 6. November vor. Umfragen zufolge dürften sich Obama und Romney ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

(sda/koua/engf)