Vermischtes
Experte: «Concordia»-Bergung könnte ein Jahr dauern
Bis das Wrack des Kreuzfahrtschiffs «Costa Concordia» vor der italienischen Küste gehoben wird, kann bis zu ein Jahr vergehen. Dies teilte der Krisenstab mit. Allein für das Abpumpen des Treibstoffs sind bis zu vier Wochen veranschlagt. Die Bürger der Ferieninsel Giglio sind in Sorge um ihre Einkünfte.
Bild
- 20.01.12: Wrack der «Costa Concordia» liegt vor dem Hafen der Insel Giglio
- 29.01.12: Suche unterbrochen – «Costa Concordia» bewegt sich
- 28.01.12: Passagiere verklagen «Costa Concordia»
- 27.01.12: Costa-Reederei will jedem Passagier 14'000 Euro zahlen
- 27.01.12: Kreuzfahrtschiffe: Kein unbelastetes Ferienvergnügen
- 26.01.12: «Costa Concordia»: Schmutz im Schutzgebiet
Artikel bewerten
Artikel teilen
Zunächst müsse der Auftrag vergeben werden und das ausgewählte Unternehmen einen Plan ausarbeiten, sagte der Leiter des italienischen Krisenstabs, Franco Gabrielli. Allein dies werde rund zwei Monate dauern. Für die Bergung der «Costa Concordia» veranschlagte Gabrielli weitere «sieben bis zehn Monate» - je nach Wetterlage und Wellengang.
Zunächst werde jedoch die Suche nach den Vermissten fortgesetzt, sagte Gabrielli. Es sei «ein Gebot der Moral», dass alle Leichen den Angehörigen übergeben würden. Nach diesem Zeitplan läge das Wrack die gesamte Touristen-Saison über vor der Küste der toskanischen Insel Giglio.
Grössere Bewegung des Wracks
Nachdem am Samstag die Vorbereitungen für das Abpumpen von Tausenden Tonnen Treibstoff aus dem Wrack vor der italienischen Insel Giglio gestoppt wurden, unterbrachen die Bergungsmannschaften am Sonntagmorgen auch die Suche nach Todesopfern. Das Schiff habe sich innerhalb von sechs Stunden um 3,5 Zentimeter bewegt statt wie üblich ein bis zwei Millimeter, sagte ein Sprecher.
Nach Angaben der Behörden ist die Gefahr jedoch gering, dass die «Concordia» in tiefere Gewässer abrutscht.
Sorge um Tourismus
Anwohner liessen am Wochenende Unterschriftenlisten herumgehen, mit denen sie mehr Informationen von den Behörden darüber verlangen, wie eine grossangelegte Bergungsaktion mit dem Touristengeschäft vereinbar ist.
Derzeit ist der Hafen für alle privaten Boote gesperrt und es wurde eine Sperrzone von 1,6 Kilometern rund um das Wrack eingerichtet. «Es tut uns wirklich leid. Aber nun kommen andere Notwendigkeiten und Probleme hoch», sagt Franca Melils, Besitzerin eines Geschäfts. Die Insel lebe vom Tourismus. «Wir haben keine Fabriken, wir haben nichts anderes.»
Passagiere verklagen Schiffseigner
Das Schiffunglück vor der Insel Giglio wird für den Schiffseigner eine teure Angelegenheit. Mehrere Passagiere lehnen die angebotene Entschädigungszahlung von 11'000 Euro ab und haben in den USA eine Klage gegen den Besitzer Carnival eingereicht.
Ventile zum Abpumpen montiert
Die «Concordia» hat mehr als 2300 Tonnen Treibstoff an Bord. Um die Gefahr einer Umweltkatastrophe zu bannen, soll er abgepumpt werden. Dies könnte zwischen drei Wochen und einem Monat dauern. Vor dem Stopp der Arbeiten am Samstag hatten die Bergungskräfte Ventile montiert, um an sechs Tanks im vorderen Abschnitt des havarierten Schiffs zu gelangen.
Das Kreuzfahrt-Schiff war am Abend des 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord auf einen Felsen aufgelaufen. Bislang wurden 17 Tote geborgen, 16 Menschen gelten noch als vermisst.
(agenturen/halp)
Meldungen im Tagesverlauf
- Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
- Promis geben in Monaco Vollgas
- Wegpauschale nicht immer zulässig
- Zwei Schweizer bei Flugzeugunglück in Norddeutschland getötet
- Milliarden-Spritze für griechische Banken
- «Oranje» und Co. noch nicht in EURO-Form
- Opfer bei abgestürztem Kleinflugzeug in Deutschland sind vermutlich Schweizer
- Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
- Tunesischer Präsident will Potentatengelder zurück
- Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
- Miami Heat legen im Conference-Final vor
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine


Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
Milliarden-Spritze für griechische Banken
Zwei Schweizer bei Flugzeugunglück in Norddeutschland getötet
Opfer bei abgestürztem Kleinflugzeug in Deutschland sind vermutlich Schweizer
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe

















