Schweiz
Schneider-Ammann: «Schweiz steht isoliert da»
Unversteuerte Vermögen in der Schweiz sind für Bundesrat Johann Schneider-Ammann ein «ernsthaftes Problem». Die Diskussion mit den USA werde mit harten Bandagen geführt, sagte er in einem Interview. Die Schweiz müsse jetzt ihre Altlasten bewältigen.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Die Schweiz stehe in dieser Frage international isoliert da, sagte der Wirtschaftsminister. Der Unterschied zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug sei international nicht erklärbar. «Das Bankgeheimnis wurde auch nicht erfunden, um aus hinterzogenen Geldern ein Geschäft zu machen. Wir müssen die Altlasten aus der Vergangenheit nun bewältigen.»
«Tages-Anzeiger» und «Bund» druckten das Interview am Samstag ab – einen Tag nachdem bekannt geworden war, dass die Privatbank Wegelin dem Steuerstreit mit den USA zum Opfer fällt.
Für Schneider-Ammann sind die unversteuerten Vermögen in der Schweiz «ein ernsthaftes Problem, das wir bewältigen müssen». Dabei sei die Bankgeheimnisfrage keine substanzielle Bedrohung für die ganze Wirtschaft.
«Hildebrands Angreifer wollten Kontolle über SNB»
Der Bundesrat nahm zudem zur Affäre um den ehemaligen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand Stellung. An dessen Person sei eine Stellvertreterdiskussion entbrannt - «dabei ging es den Angreifern darum, Kontrolle über die Nationalbank zu erhalten».
Nun müsse dafür gesorgt werden, dass die demokratischen Kräfte sauber spielen. «Deshalb ist der Fall Hildebrand vor allem ein Weckruf für die Demokratie», sagte Schneider-Ammann.
Die Schweiz stehe von aussen enorm unter Druck und werde noch mehr unter Druck geraten. Das heisse nicht, dass man Missstände im «Innenverhältnis» nicht angehen müsste. Vielmehr müsse man mit Augenmass, vernünftig und korrekt aufeinander zugehen, damit die schweizerischen Errungenschaften «nicht zum Zweck der politischen Profilierung infrage gestellt werden».
(sda/schl)
Meldungen im Tagesverlauf
- Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
- Promis geben in Monaco Vollgas
- Wegpauschale nicht immer zulässig
- Zwei Schweizer bei Flugzeugunglück in Norddeutschland getötet
- Milliarden-Spritze für griechische Banken
- «Oranje» und Co. noch nicht in EURO-Form
- Opfer bei abgestürztem Kleinflugzeug in Deutschland sind vermutlich Schweizer
- Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
- Tunesischer Präsident will Potentatengelder zurück
- Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
- Miami Heat legen im Conference-Final vor
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine


Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
Milliarden-Spritze für griechische Banken
Zwei Schweizer bei Flugzeugunglück in Norddeutschland getötet
Opfer bei abgestürztem Kleinflugzeug in Deutschland sind vermutlich Schweizer
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe



















O. toneatti, bern
)
(olgar
Verfasst am: 29.1.2012 14:39
Kann es sein, dass man erst, wenn
man im Bundesrat ist, "erleuchtet"... mehr
Zustimmen — 10 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 2 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
A. Planta, Chur
)
(plal
Verfasst am: 29.1.2012 9:58
Schneider-Ammann: «Schweiz steht isoliert da»
Ich habe immer über den Schneider-ammen... mehr
Zustimmen — 17 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 6 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
A. Flükiger, Bern
)
(Aedu
Verfasst am: 29.1.2012 0:25
Vielleicht geht mal was von innen heraus!
Die Hoffnung stirbt ja zuletzt, aber Leute wie BR... mehr
Zustimmen — 9 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 3 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten