Vermischtes
Connyland wollte neue Delfine – und darf nicht
Das Connyland in Lipperswil (TG) hat sich Anfangs Januar für den Kauf neuer Delfine interessiert. Das will der Thurgauer Kantonstierarzt aber vorerst nicht. Zuerst sollen alle offenen Fragen um den Tod der beiden Delfine Shadow und Chelmers im vergangenen November geklärt werden.
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Kantonstierarzt Paul Witzig nahm in einem Communiqué Stellung zur Frage des Delfin-Imports. Er reagierte damit auf die Publikation eines E-Mails, in dem Connyland-Mitbesitzerin Nadja Gasser Anfang Dezember 2011 bei Witzig gefragt hatte, ob sie neue Delfine importieren dürften.
Gasser argumentierte, nach dem Tod der beiden Delfine gebe es Probleme unter den verbliebenen drei Tieren. Der fünfjährige Angel werde sexuell aktiv und nähere sich seiner Mutter. Um mögliche Konflikte zu vermeiden, wollte Gasser im Idealfall je ein erwachsenes Männchen und Weibchen importieren. Dies hätte die Gruppe stabilisiert.
Das deutsche Wal- und Delfinschutzforum (WDSF) spielte Gassers Mail verschiedenen Medien zu. Das WDSF verlangte die Schliessung des Delfinariums in Lipperswil.
Hatten Tierärzte Fehler gemacht?
Kantonstierarzt Paul Witzig publizierte jetzt auszugsweise seine Antwort an Nadja Gasser: Zurzeit stehe ein Import neuer Delfine nicht zur Debatte. Zuerst müssten die Resultate der Untersuchungen zum Tod von Shadow und Chelmers vorliegen.
Dazu gehört laut Witzig auch die Folgeuntersuchung zur Frage, ob Tierärzte Fehler gemacht haben. Um Delfine zu importieren, braucht das Connyland eine Bewilligung des Bundesamts für Veterinärwesen. Dieses stützt seinen Entscheid auf die Empfehlung des Kantonstierarztes.
Ursache für den plötzlichen Tod des achtjährigen Shadow und des gut 30-jährigen Chelmers innert einer Woche waren Hirnschädigungen durch Antibiotika. Gegen zwei Tierärzte wurde eine Strafuntersuchung eröffnet.
(sda/frua)
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