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Gingrich greift Romney wegen Schweizer Bankkonto an
Im Vorwahlkampf der US-Republikaner hat Newt Gingrich seinen Konkurrenten Mitt Romney wegen seines Schweizer Bankkontos angegriffen. Gingrichs jüngster Angriff ist eine Reaktion auf Kritik wegen einem millionenschweren Beratungsmandat für Hypotheken-Verleiher Freddie Mac.
«Wir werden Barack Obama nicht mit jemandem schlagen, der Bankkonten in der Schweiz und auf den Cayman Islands besitzt», sagte Gingrich bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Florida. Dort finden kommenden Dienstag die nächsten Vorwahlen statt im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner.
Gingrich reitet Gegenangriff
Romney hatte auf Druck der anderen Bewerber unlängst seine Steuerunterlagen veröffentlich. Darauf ging hervor, dass er unter anderem auch ein Konto in der Schweiz besass. Dieses wurde aber bereits Anfang 2010 aufgelöst, zudem deklarierte es Romney stets korrekt auf seiner Steuererklärung.
Gingrich warf Romney zudem vor, der fremdenfeindlichste der vier Kandidaten zu sein. Romney hatte etwa vorgeschlagen, dass alle Illegalen freiwillig ausreisen und einen offiziellen Wiedereinreiseantrag stellen. In Florida, wo viele Hispanics leben und eine grosse Wählergruppe stellen, ist Einwanderung ein wichtiges Thema.
Romney schlägt zurück
Romney bezeichnete den Vorwurf an ihn als «abstossend» und verlangte eine Entschuldigung von Gingrich. Sein Vater sei in Mexiko geboren worden – er sei nicht ausländerfeindlich, sagte Romney. «Unser Problem sind elf Millionen Menschen, die Jobs bekommen, die viele US-Bürger und legal im Land lebende Einwanderer auch gern hätten», verteidigte er seine Haltung.
Romney präsentierte sich aggressiver und selbstbewusster als in der Vergangenheit und griff seinen Hauptrivalen heftig an. Mit Blick auf Gingrichs Pläne für eine permanente Station auf dem Mond sagte der ehemalige Geschäftsmann Romney: «Wenn ein Manager zu mir käme und sagen würde, ich will ein paar Hundert Milliarden Dollar für eine Kolonie auf dem Mond ausgeben, würde ich sagen: 'Sie sind entlassen.'»
Vorwahl in Florida
In Florida findet am Dienstag die Primary statt. Der Staat entsendet 50 Delegierte zur offiziellen Kandidatenkür und ist damit enorm wichtig. Die Vorwahl in Florida gilt als wichtige Chance für Gingrich, einen grossen Südstaat zu gewinnen und möglicherweise an dem lange favorisierten Ex-Gouverneur Romney vorbeizuziehen. Umfragen deuteten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin. Santorum und Ron Paul werden kaum Chancen eingeräumt.
In den drei Bundesstaaten Iowa, New Hampshire und South Carolina, fanden bereits Vorwahlen statt. Dabei konnten Santorum, Romney und Gingrich jeweils eine Wahl für sich entscheiden.
(sf/sda/buet/godc)






