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Kein Hokuspokus: Tarnkappe für dreidimensionale Gegenstände

Donnerstag, 26. Januar 2012, 8:17 Uhr

Erstmals haben Forscher mit einer Tarnkappe einen dreidimensionalen Gegenstand unsichtbar gemacht. Mit Hilfe eines sogenannten plasmonischen Metamaterials liessen Physiker in den USA ein 18 Zentimeter grosses Zylinderrohr verschwinden. Zahlreiche Labore weltweit arbeiten an ähnlichen Versuchen.

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Die meisten Versuche in den Laboren nutzen künstliche Materialien mit negativem Brechungsindex. Diese Metamaterialien sollen das Licht um das Objekt herumlenken. Auf diese Weise haben Forscher bereits zweidimensionale Objekte unsichtbar gemacht.

Dass dies auch mit dreidimensionalen gehe, sei bislang nur in der Theorie gezeigt, schreibt das britische Institute of Physics (IoP). Forscher um Andrea Alù in Austin (US-Bundesstaat Texas) weisen dies nun auch in der Praxis nach, wie sie im Fachmagazin «New Journal of Physics» berichten.

Versuch mit Mikrowellen

Sie wählten allerdings einen etwas anderen Ansatz: Sie nutzten sogenannte plasmonische Metamaterialien. Das sind künstliche Stoffe, die ebenfalls besondere Eigenschaften bei der Lichtstreuung haben: Sie streuen Licht genau entgegengesetzt zu Alltagsmaterialien.

«Wenn sich die Streufelder der Tarnkappe und des Gegenstands überlagern, löschen sie sich gegenseitig aus», wird Alù in einer IoP-Mitteilung zitiert. Auf diese Weise konnten die Physiker den Zylinder tatsächlich unsichtbar machen – allerdings nicht im sichtbaren Licht, sondern für Mikrowellen mit einer Frequenz von 3,1 Megahertz.

Das Kunststück funktionierte sogar aus allen Blickrichtungen, wie die Forscher betonen. «Im Prinzip kann diese Technik auch für sichtbares Licht benutzt werden», erläuterte Alù. «Allerdings hängt die Grösse der Objekte, die sich effektiv verstecken lassen, von der Wellenlänge ab.»

Mikroskope verbessern

Sichtbares Licht hat eine sehr viel kürzere Wellenlänge als Mikrowellen, so dass sich nur noch Millionstel Meter (Mikrometer) kleine Objekte auf diese Weise optisch unsichtbar machen lassen dürften.

Auch das könnte jedoch für manche Anwendungen interessant sein, sagte Alù. So prüften die Forscher derzeit, ob eine derart unsichtbare Mikroskopspitze die Abbildungsqualität mancher Mikroskope verbessern könne.

(sda/engf)

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P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 26.1.2012 19:23

Kein Hokuspokus: Tarnkappe ...

Die US Army hat bestimmt schon ihr Interesse... mehr

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