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WEF will den «Kapitalismus reformieren»

Mittwoch, 25. Januar 2012, 12:28 Uhr

Unter dem Schatten von Schuldenkrise und der Angst vor einer Rezession beginnt in Davos das 42. Weltwirtschaftsforum (WEF). Die Mächtigen der Welt wollen in diesen Tagen über neue Modelle des Kapitalismus diskutieren.

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Auch dieses Jahr trifft sich die Wirtschaftselite wieder in Davos. Das WEF steht ganz im Zeichen einer wirtschaftlich schwierigen Zeit. WEF-Direktor Alois Zwinggi hofft in Davos auf neue Impulse aus der Wirtschaft. Dies sagte er gegenüber dem Schweizer Radio DRS. Es brauche neue Modelle für den Kapitalismus, davon ist der WEF-Direktor.  Das Treffen in Davos müsse beim Wirtschaftswachstum und bei der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen ansetzen.

Rezepte gegen die Krise

Am WEF präsentieren die Mächtigen ihre Rezepte gegen die Krise. Die Eröffnungsrede hält die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die selber im Kampf gegen die Schuldenkrise und ihre Folgen alle Hände voll zu tun hat. Vor drei Jahren hatte Merkel als Lehre aus der Finanz- und Wirtschaftskrise einen Weltwirtschaftsrat bei den Vereinten Nationen (UNO) gefordert. Damit liessen sich weltweite Regeln für das Wirtschafts- und Finanzsystem durchsetzen. Angesichts der daraufhin einsetzenden Konjunkturerholung versandete die Idee jedoch.

Bild Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist ein Stammgast am WEF. pd

Seit letzten Sommer befindet sich die Konjunktur wieder auf Talfahrt. Die Sorgenfalten bei Politikern und Wirtschaftskapitänen werden tiefer. Viele der insgesamt 280 Podiumsgespräche am WEF befassen sich mit der Schuldenkrise und den trüben Wirtschaftsaussichten. Wegen der schlechten Wirtschaftslage ist der Andrang am WEF gross: Das diesjährige Jahrestreffen im Bündner Ferienort vom 25. bis 29. Januar weist einen Rekord von 2'600 Teilnehmern aus. Darunter sind 1600 Wirtschaftsspitzenleute, 40 Staats- oder Regierungschefs, Minister aus 19 der G20-Länder und alle Finanzminister der G8-Staaten.

Grosser Andrang, doch viele Staatschefs fehlen

Allerdings bleibt im Gegensatz zur bedeutenden deutschen Regierungsdelegation die Beteiligung aus Frankreich blass: Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren kommt der französische Präsident Nicolas Sarkozy heuer nicht ans WEF. Ebenso wie in Frankreich werfen auch andernorts anstehende Wahlen ihre Schatten voraus. So zeigt die US-Regierung von Präsident Barack Obama dem Anlass erneut die kalte Schulter. Eine Ausnahme  Finanzminister Timothy Geithner. Auch Kreml-Chef Dmitri Medwedew fehlt dieses Jahr.

Unbedeutend ist ebenfalls die Beteiligung der Sorgenkinder Europas: Aus Spanien, Italien und Griechenland kommt bestenfalls die zweite Garnitur. Dagegen sind die internationalen Finanzinstitutionen mit IWF-Chefin Christine Lagarde und Weltbank-Chef Robert Zoellick gut vertreten. Zudem sind 18 Chefs der wichtigsten Zentralbanken in Davos, darunter der neue Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi.

Bundesrat fast vollzählig

Von der Schweizer Regierung kommen mit Ausnahme von Justizministerin Simonetta Sommaruga alle Bundesräte nach Davos. Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf etwa trifft eine ganze Reihe von Staatsoberhäuptern und Regierungschefs sowie die IWF-Chefin Lagarde.

WEF 2012: 40-Stunden-Livestream aus Davos

Das Schweizer Fernsehen berichtet umfassend über das World Economic Forum 2012. Vom 25. bis 29. Januar liefert SF «Wirtschaft hautnah» aus Davos. Reden, Diskussionen und Pressekonferenzen werden integral übertragen. Zudem empfangen Reto Lipp und Stephan Klapproth in einem Open-Air-Studio Top-Politiker und -Wirtschaftsleute.

40 Stunden Programm sehen Sie auf «SF info» und als Livestream hier auf www.wef.sf.tv.

(sf/rufi)

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J. Kilchmann
(fb_1570329420 Mann)
Verfasst am: 25.1.2012 19:22

Zum vergessen

Für die wichtigen dort sind wir... mehr

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G. Martin, Brig
(Vivir_la_utopia Mann)
Verfasst am: 25.1.2012 16:54

Sinnlos, denn...

...der Kapitalismus hat keine Fehler, der... mehr

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B. Bühler, Biel
(B_B Mann)
Verfasst am: 25.1.2012 16:47

Hoppla

Wenn die Reichsten und Mächtigsten der Welt den... mehr

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