Vermischtes
Therme Vals: Architekt Zumthor bietet 5 Millionen
Der Architekt Peter Zumthor will mit seiner Interessengemeinschaft über 5 Mio. Franken in den Kauf der Therme Vals AG in Vals (GR) investieren. Zumthor hatte die Therme entworfen. Interesse am Thermalbad bekundet auch der Bündner Financier und Multimillionär Remo Stoffel.
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Mit dem Kaufangebot hat Zumthor das Rennen um die Therme richtig lanciert. Seine sechsköpfige Interessengemeinschaft präsentierte ihre Offerte dem Gemeinderat und den Gemeindevertretern der Hotel und Thermalbad Vals AG.
Laut Angaben Zumthors bietet die Interessengemeinschaft der Gemeinde Vals für den Kauf aller Aktien der Gesellschaft 3 Mio. Franken. Ausserdem will sie einen Kredit von 2,1 Mio. Franken an die Hotel und Thermalbad AG der Gemeinde zurückzahlen.
Längerfristig wollen Zumthor und seine Interessengemeinschaft eigenen Angaben zufolge 45 Mio. Franken investieren und das sanierungsbedürftige Haupthaus der Hotelanlage durch einen «architektonisch hochwertigen Neubau» ersetzen.
Dem Architekten aus Haldenstein (GR) ist es gelungen, Unternehmer vor allem aus Graubünden ins Boot zu holen. Geplant ist, dass die Interessengemeinschaft ihr Angebot am Freitagabend in Vals in der Turnhalle der Öffentlichkeit vorstellt.
Gemeinde fehlen Mittel für Investitionen
Zumthor wurde aktiv, nachdem das Kaufangebot des Bündner Financier und Multimillionär und gebürtigen Valsers Remo Stoffel publik war. Stoffel will mit seiner Partizipationen AG alle Aktien der Hotel und Thermalbad AG für 7 Mio. Franken übernehmen. Zudem plant er einen Hotelneubau für 50 Mio. Franken. «Jetzt braucht's Innovation, neue Kraft. Wir müssen etwas Neues machen, sonst sind wir gar nicht mehr interessant», bekräftigt er in der Sendung «10vor10» im November 2011 seinen Willen zu einer langfristigen Grossinvestition.
Ein Engagement Stoffels ist in Vals allerdings umstritten. Kritiker befürchten, dass es dem Unternehmer nur um ein Investitionsgeschäft gehe.
Zur Deckung einer Finanzierungslücke soll die Gemeinde Investitionsbeiträge von 6 Mio. Franken leisten, womit unter dem Strich 1 Mio. Franken in die Gemeindekasse fliessen würde.
Die Therme in Vals und das Hotel dazu sind im Besitz der Gemeinde. Sie kann aber die notwendigen millionenschweren Investitionen in die Infrastruktur nicht aufbringen. Deshalb soll das Thermalbad verkauft werden mit der Auflage, dass in beträchtlichem Umfang investiert wird.
Die für die Therme eingegangenen Offerten werden von einem externen Fachberater der Gemeinde unter die Lupe genommen. Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten. Die Gemeindeversammlung dürfte spätestens Anfang März stattfinden, weil Stoffels Angebot nur bis zu diesem Zeitpunkt gilt.
(sda/muei)
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