Vermischtes
Schwierige Sucharbeiten im Wrack der «Costa Concordia»
Starker Wind und hoher Wellengang erschweren die Suche nach möglichen weiteren Opfern im Wrack des Kreuzfahrtschiffs «Costa Concordia». Auch das Abpumpen des Schweröls verzögert sich.
- 20.01.12: Wrack der «Costa Concordia» liegt vor dem Hafen der Insel Giglio
- 26.01.12: «Costa Concordia»: Schmutz im Schutzgebiet
- 24.01.12: Warum Schweröl so gefährlich ist
- 24.01.12: «Costa Concordia»: Abpumpen des Treibstoffs nicht vor Samstag
- 24.01.12: Kontroverse um Umweltschäden durch Schiffsunglück
- 23.01.12: Anwalt: «Schettino stand nicht unter Drogen»
- 23.01.12: «Costa Concordia»: Weitere Ungereimtheiten
- Havarie des Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia»
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Die Suche nach Vermissten auf der «Costa Concordia» musste am Morgen wegen des schlechten Wetters erneut vorübergehend eingestellt werden. Später nahmen die Taucher wieder ihre Arbeit auf, wie italienische Medien berichten. Sie sprengten ein weiteres Loch in das Wrack, um ins Innere des vor der toskanischen Küste verunglückten Kreuzfahrtschiffs zu gelangen. Wie der Einsatzleiter mitteilte, gefährden die Wetterbedingungen die Sicherheit der Einsatzkräfte.
Auf der Suche nach den mehr als 20 Vermissten hatten Taucher am Dienstag auf einem Deck eine tote Frau gefunden. Damit stieg die Zahl der geborgenen Opfer auf 16.
Plan zur Abfallentsorgung
Das Abpumpen des giftigen Schweröls aus den Tanks der «Costa Concordia» verzögert sich derweil mindestens bis zum Wochenende. Nach Beginn der Aktion dürfte es rund vier Wochen dauern, bis die etwa 2300 Tonnen Treibstoff, darunter viel Schweröl, aus den 17 Tanks entsorgt sind. Aktuell laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Wenn sie abgeschlossen sind, soll rund um die Uhr gepumpt werden.
Warum Schweröl so gefährlich ist
Experten beschreiben Schweröl als zäh wie Teer oder hart wie sehr fester Honig. Um es abpumpen zu können, müsse man es vorher auf 50 bis 60 Grad erhitzen. Lesen Sie hier mehr dazu.
Zuletzt entdeckte Ölflecken um das Schiff – nach Worten des Einsatzleiters nur ein «sehr dünner Film» – werden so schnell wie möglich von Spezialgeräten der Küstenwache aufgesaugt. Heute will der Krisenstabschef zudem einen Plan vorliegen haben, wie die Abfälle auf dem Kreuzfahrtschiff entsorgt werden.
(dpa/weis)
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