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Chronologie: Ägypten nach Mubarak

Mittwoch, 25. Januar 2012, 8:03 Uhr

Wochenlange Proteste haben Ägyptens Herrscher Hosni Mubarak zum Rücktritt gezwungen. Fast ein Jahr danach ist das neue Parlament am Montag erstmals zusammengekommen. Die Geschehnisse seit dem 25. Januar 2011 im Überblick.

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25. Januar 2011: Die Massenproteste gegen das autoritäre Regime von Hosni Mubarak beginnen und nehmen in der Folge ihren Lauf. 

11. Februar 2011: Präsident Mubarak tritt zurück und kommt zunächst in Scharm el Scheich unter Hausarrest.

13. April: Der Ex-Präsident kommt in Untersuchungshaft, wegen seines schlechten Gesundheitszustandes in einem Krankenhaus.

16. April: Mubaraks National-Demokratische Partei NDP wird aufgelöst.

20. April: Ein Untersuchungsbericht macht den Ex-Staatschef für den Tod von 846 Menschen während der Unruhen mitverantwortlich.

7. Mai: Im Kairoer Armenviertel Imbaba setzen Muslime eine koptische Kirche in Brand. Bei Strassenschlachten zwischen Muslimen und Christen werden mindestens 12 Menschen getötet und rund 230 verletzt.

8. Juli: Zehntausende unzufriedene Revolutionäre protestieren in Kairo gegen die Übergangsregierung und den Militärrat. Ministerpräsident Essam Scharaf kündigt eine Kabinettsumbildung an.

3. August: Der Prozess gegen Mubarak beginnt. Wegen des brutalen Vorgehens gegen Demonstranten, Amtsmissbrauchs und illegaler Bereicherung droht ihm die Todesstrafe.

2. Oktober: Nach Protesten der Opposition kündigt der Militärrat an, das Wahlrecht zu ändern. Frühere Mitglieder der inzwischen verbotenen NDP sollen nicht ins Parlament einziehen können.

9./10. Oktober: Bei Strassenkämpfen zwischen Christen, Soldaten und muslimischen Schlägertrupps sterben in Kairo mindestens 26 Menschen.

18. November: Hunderttausende fordern auf dem Tahrir-Platz, der Militärrat müsse die Macht bald an Zivilisten übergeben. Bei Strassenschlachten kommen in den folgenden Tagen mehr als 40 Menschen ums Leben; Hunderte werden verletzt.

22. November: Der Militärrat geht auf einige Forderungen der Opposition ein: Er nimmt den Rücktritt der Übergangsregierung an und kündigt die Präsidentenwahl für Juni 2012 an. Kurz darauf will das Militär die Macht abgeben. Dennoch gehen die Strassenkämpfe weiter.

28. November: Die erste Parlamentswahl der neuen Epoche beginnt. In der Auftaktrunde beteiligen sich 62 Prozent der Wähler - ein Rekord.

4. Dezember: Die Islamisten haben sich zum Auftakt der Wahl klar durchgesetzt. Stärkste Kraft ist offiziellen Angaben zufolge die Partei der Muslimbruderschaft «Freiheit und Gerechtigkeit».

7. Dezember: Eine neue Übergangsregierung wird vereidigt. Die Minister sind zum Teil Funktionäre aus der Ära Mubarak.

16. Dezember: Schwere Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Angehörigen der Sicherheitskräfte beginnen. Bis zum 19. Dezember werden in Kairo nach Medienangaben 17 Menschen getötet und mehr als 900 verletzt.

22. Dezember: Die zweite Etappe der Parlamentswahl geht zu Ende. Die Muslimbruderschaft baut ihren Vorsprung aus.

11. Januar 2012: Nach der dritten Runde der Parlamentswahl sichern sich die islamistischen Parteien rund 70 Prozent der 498 Mandate. Allein die Muslimbrüder kommen auf rund 45 Prozent.

23. Januar: Das erste ägyptische Parlament nach der Entmachtung Mubaraks tritt zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.

(dpa/nsc)

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