International
Putin-Gegner von Präsidentenwahl ausgeschlossen
Die russische Wahlleitung hat dem liberalen Oppositionspolitiker Grigori Jawlinski als Gegner von Regierungschef Wladimir Putin die Zulassung zur Präsidentenwahl verweigert. Fast ein Viertel der nötigen zwei Millionen Unterstützungsunterschriften sind angeblich ungültig.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Damit ist der 59-Jährige aus dem Rennen für die Wahl am 4. März, wie die Behörde nach nochmaliger Prüfung von Jawlinskis Unterlagen entschied. Die Entscheidung sei «absolut objektiv» und nicht politisch begründet, sagte der Vize-Chef der Wahlkommission, Stanislaw Wawilow.
Die liberale Jabloko-Partei, zu deren Gründungsmitgliedern Jawlinski gehört, kritisierte die Ablehnung als «politisch motiviert» und unbegründet. Alle Unterschriften von den Wahlberechtigten seien echt, teilte Jabloko-Chef Sergej Mitrochin nach Angaben der Agentur Interfax mit.
Putin verspricht ehrliche Wahlen
Jawlinski warf der Kommission vor, den Rauswurf als Spektakel für die Staatsmedien inszeniert zu haben, ohne Parteivertreter an dem Verfahren zu beteiligen.
Aus Sicht von Beobachtern soll Jawlinskis Ausschluss helfen, dass Putin in der ersten Runde gewinnt, ohne in eine Stichwahl zu müssen. Putin, der ehrliche Wahlen versprochen hatte, will wie schon von 2000 bis 2008 künftig wieder im Kreml regieren. Er gilt als aussichtsreichster Kandidat unter den insgesamt fünf Bewerbern.
Kritik der Opposition
Die Opposition sowie andere Präsidentenkandidaten forderten die Zulassung Jawlinskis. Die Teilnahme des Mitbegründers der liberalen Oppositionspartei Jabloko sei wichtig für die Legitimität der Abstimmung. Jawlinski werde auch bei der Massendemonstration für ehrliche Wahlen am 4. Februar in Moskau auftreten, teilten die Organisatoren der Proteste mit.
Der frühere Vize-Regierungschef Boris Nemzow kritisierte nach Angaben der Agentur Interfax: «Jawlinskis Ausschluss von der Abstimmung erleichtert zweifellos beliebige Fälschungen. Die Entscheidung wurde getroffen, damit er nicht stört.» Der Politologe Igor Bunin sagte: «Damit wird Öl ins Feuer der Demonstrationen gegossen.»
Misstrauensantrag gegen Wahlleiter
Behörden und die Organisatoren der Kundgebung konnten sich bisher nicht auf einen Ort für die neuen Proteste einigen. Zuletzt waren am 24. Dezember allein in Moskau mehr als 100'000 Menschen für faire und freie Wahlen auf die Strasse gegangen. Unzufriedene werfen der Wahlkommission eine Fälschung der Ergebnisse der Parlamentswahl am 4. Dezember vor und fürchten nun neue Manipulationen.
Die in der Duma sitzenden Präsidentenkandidaten Gennadi Sjuganow von den Kommunisten, Wladimir Schirinowski von der ultranationalistischen Liberaldemokratischen Partei Russlands und Sergej Mironow von der linkskonservativen Partei Gerechtes Russland forderten die Absetzung von Wahlleiter Wladimir Tschurow. Dazu brachten sie einen Misstrauensantrag gegen ihn im Parlament ein.
(sda/bers)
Meldungen im Tagesverlauf
- Mindestens 9 Tote nach Erdbeben in Italien
- Bundespräsident Gauck pocht in Israel auf Zwei-Staaten-Lösung
- Bundesgericht entscheidet: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
- Max Loong versucht sich an der Stange
- Kauflust in der Schweiz zieht weiter an
- Transfers und Gerüchte: Abraham möchte zum Hamburger SV
- Bircher und Hildenbrand zurückgetreten
- Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
- Promis geben in Monaco Vollgas
- Wegpauschale nicht immer zulässig
- Zwei Schweizer bei Flugzeugunglück in Norddeutschland getötet
- Milliarden-Spritze für griechische Banken
- «Oranje» und Co. noch nicht in EURO-Form
- Opfer bei abgestürztem Kleinflugzeug in Deutschland sind vermutlich Schweizer
- Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
- Tunesischer Präsident will Potentatengelder zurück


Mindestens 8 Tote nach Erdbeben in Italien
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Bundesgericht entscheidet: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
Kauflust in der Schweiz zieht weiter an
Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen



















R. Meier, Zürich
)
(Rene_Meier
Verfasst am: 24.1.2012 19:46
Aus $VP-Sicht ist es gut, dass oppositionelle
Kandidaten ausgeschlossen werden. Wenn es... mehr
Zustimmen — 12 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 18 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten