Vermischtes
«Connyland»-Delfine: Tödliche Schädigung durch Antibiotika
Weil ihr Gehirn durch ein Antibiotikum geschädigt worden ist, sind im November 2011 im Freizeitpark «Connyland» in Lipperswil (TG) zwei Delfine verendet. Gegen zwei Tierärzte wurde eine Untersuchung eröffnet.
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Eine Vergiftung der beiden Tiere durch Dritte könne ausgeschlossen werden, heisst es im Communiqué der Thurgauer Staatsanwaltschaft. Die Delfine hätten durch die Verabreichung eines Antibiotikums eine Schädigung des Gehirns erlitten und seien schliesslich daran verendet.
Ob den Tierärzten, die das Medikament verordnet hatten, ein strafrechtlich relevantes Verhalten anzulasten ist, sei Gegenstand der laufenden Untersuchungen, heisst es weiter.
Um die Todesursache zu klären, gab die Staatsanwaltschaft Thurgau ein Gutachten beim Institut für Veterinärpathologie der Universität Zürich in Auftrag.
Seit 2008 acht Tiere verendet
Der Thurgauer Kantonstierarzt Paul Witzig hat zeitgleich wie die Medien vom Untersuchungsergebnis Bescheid bekommen. «Dass keine Vergiftung durch Dritte vorliegt, überrascht mich nicht», sagte Witzig. Er kenne das Ergebnis der Untersuchung durch die Spezialisten in Zürich aber derzeit noch nicht im Detail.
Seit 2008 sind im Freizeitpark Connyland acht Delfine gestorben. Heute schwimmen in den «Connyland»-Becken noch drei Meeressäuger. Rückschlüsse, wonach die anderen Delfine ebenfalls wegen einer Gehirnschädigung, ausgelöst durch ein Antibiotikum, verendet seien, hält Paul Witzig für «reine Spekulation» und für «allzu einfach».
Bei den Tieren, die vor «Shadow» und «Chelmers» verendet seien, habe es sich um Jungtiere oder relativ alte Delfine gehandelt. Die Mortalität bei jungen Delfinen in Gefangenschaft sei generell hoch.
Frau drohte «Connyland»
Im Zusammenhang mit den toten Delfinen waren beim «Connyland» Drohungen eingegangen. Sie stammten von einer 28-jährigen Frau. Die Einzeltäterin habe keinerlei Beziehungen zum «Connyland» oder zu Tierschutzorganisationen. Gegen die Frau wurde ein Verfahren wegen Drohung eingeleitet, wie die Thurgauer Staatsanwaltschaft meldete.
Tierschutzorganisationen hatten die Delfinhaltung im «Connyland» nicht nur in Zusammenhang mit dem Tod von «Shadow» und «Chelmers» heftig kritisiert. Die frühere Nationalrätin Brigitta Gadient (BDP/GR) forderte in einer Motion ein Importverbot für Delfine.
Der Bundesrat lehnt ein solches Verbot ab. Er teilte im Dezember 2011 aber mit, er wolle die Untersuchung zum Tod der zwei Delfine im thurgauischen Lipperswil abwarten und prüfen, ob die Regeln bei der Haltung verschärft werden sollten. In die Schweiz waren gemäss Bundesrat letztmals 1989 und 1992 Grosse Tümmler eingeführt worden.
(sda/muei)
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A. Planta, Chur
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(plal
Verfasst am: 23.1.2012 15:15
«Connyland»-Delfine
Delfine gehören nicht ins «Connyland» sondern... mehr
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