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Megaupload-Gründer fordert Freilassung gegen Kaution
Der in Neuseeland verhaftete Gründer des Internet-Portals Megaupload hat sich vor Gericht für unschuldig erklärt. Kim Schmitz‘ alias Dotcom beantragte deshalb eine Freilassung auf Kaution. Die Staatsanwaltschaft jedoch hält die Fluchtgefahr für sehr hoch.
Die Behörden in Auckland meinen, Schmitz könnte versuchen, unterzutauchen, da Schmitz Zugang zu viel Geld, Transportmöglichkeiten sowie mehreren Identitäten habe. Zudem sei er schon mehrfach vor der Justiz geflohen, warf die Staatsanwaltschaft ein.
Harte Strafen drohen
Schmitz‘ Verteidiger dagegen argumentierte, dass sein Reisepass beschlagnahmt und seine Finanzen eingefroren seien und Schmitz dauerhaft in Neuseeland bleiben wolle.
Weitere Festnahmen
In einer internationalen Aktion sind zwei weitere Männer festgenommen worden, die im Zusammenhang mit der Schliessung von Megaupload gesucht worden waren. Es handelt sich um einen Deutschen und einen Esten.
Gemäss dem neuseeländischen Staatsanwalt für den Fall wurden die Beiden in Europa arretiert. Ein weiterer Verdächtiger wird noch immer gesucht.
Die Behörde wirft Schmitz und den weiteren Megaupload-Mitarbeitern unter anderem Verstösse gegen Gesetze zum Schutz von Urheberrechten, Geldwäsche und organisiertes Verbrechen vor. Die Strafen darauf sind hart: Allein auf letzteres stehen 20 Jahre Haft.
Ausschweifender Lebensstil
Laut Anklageschrift soll Megaupload mit dem Weiterverteilen von geschützten Filmen, Musiktiteln und Softwareangeboten über 175 Millionen Dollar eingenommen haben.
Der gebürtige Deutsche Schmitz mischte seit Mitte der neunziger Jahre in der deutschen Internetszene mit und ist für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannt. Schmitz hat eine der bizarrsten Karrieren der New Economy hingelegt und wurde zusammen mit drei weiteren Managern von Megaupload am Freitag in Auckland verhaftet.
Die Polizei in Neuseeland beschlagnahmte Gegenstände im Wert von mehreren Millionen Dollar, Luxus-Autos wie etwa einen Rolls- Royce sowie umgerechnet acht Millionen Dollar von den Beschuldigten.
(sda/fref)






