Schweiz
Lob, Kritik und 153 Anzeigen nach der Anti-WEF-Demo
Nach der verhinderten Anti-WEF-Demo vom Samstag in Bern will die Kantonspolizei mehr als 150 Aktivisten wegen Landfriedensbruch anzeigen. Am Vorgehen der Polizei gegen die Demonstranten wurde Lob und Kritik laut.
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Nach Angaben der Berner Polizei hat sie im Verlauf des Samstags insgesamt 172 Personen angehalten und kontrolliert. Die meisten von ihnen gehörten zur Gruppe, die beim Bollwerk in Bahnhof-Nähe von Polizisten eingekesselt worden waren.
Vermummt und bewaffnet
Die 37 weiblichen und 135 männlichen Personen stammen laut Polizei mehrheitlich aus den Kantonen Bern und Zürich. Bei mehreren Minderjährigen wurden die Eltern informiert.
Die Polizei stellte insgesamt 153 Anzeigen wegen Landfriedensbruch in Aussicht. Weiter werden sich mehrere Demonstranten wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte, Verstoss gegen das Waffengesetz und Widerhandlungen gegen das Vermummungsverbot zu verantworten haben. Eine Person war zudem polizeilich gesucht worden.
Tränengas im Parkhaus
Mit einem Grossaufgebot hatte die Polizei am Samstag in Bern eine unbewilligte Kundgebung von WEF-Gegnern verhindert. Die meisten Demonstranten wurden schon auf dem Weg zum Bahnhof eingekesselt, kontrolliert und in den Nordwesten der Stadt abtransportiert.
Dort mussten sie teils stundenlang in einem behelfsmässigen Warteraum im Parkhaus Neufeld verharren. Dort kam es am Abend zu einem Tränengas-Einsatz. Die Polizei nannte als Grund, mehrere Personen hätten die Räume mit Gewalt aufbrechen wollen. Erst nach Mitternacht seien die letzten Demonstranten freigekommen, berichteten beide Seiten übereinstimmend.
Sicherheitsdirektor zufrieden
Der Polizei-Einsatz löste ein gemischtes Echo aus. Die Organisation AntiRep bezeichnete ihn als ungerechtfertigt und masslos. Parteien aus dem rot-grünen Lager forderten eine unabhängige Untersuchung. SVP, FDP und CVP begrüssten dagegen das konsequente Durchgreifen.
Auch der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) zog eine positive Bilanz. «Im Vorfeld gab es Aufrufe zur Gewalt, die wir ernst nehmen mussten», sagte er. Eine Kontaktaufnahme mit den Organisatoren sei misslungen. Darauf habe man entschieden, dass man keinen Umzug durch die Innenstadt zulassen wolle.
Polizisten vor Schaufenstern
Einen kleinen Anti-WEF-Umzug gab es schliesslich doch noch. Etwa 100 Demonstranten hatten es rechtzeitig zur Heiliggeistkirche geschafft; sie wurden von der Polizei kontrolliert und grösstenteils wieder freigelassen. Einige von ihnen zogen danach durchs Stadtzentrum. Sachbeschädigungen gab es keine.
Viele Passanten in der Innenstadt staunten am Samstagnachmittag über die teils bizarre Szenerie. Überall waren Polizisten postiert, die meisten in Kampfmontur. Sogar ein Wasserwerfer stand bei der Heiliggeistkirche bereit. Selbst im Warenhaus Loeb beim Bahnhof waren etliche Polizisten an den Fenstern postiert.
Viele Strassenverbindungen waren vorübergehend unterbrochen. Der öffentliche Verkehr war zeitweise lahmgelegt. Das Anliegen der Demo-Organisatoren ging völlig unter. Mit der Kundgebung «Wipe out WEF» wollten sie eigentlich gegen das Davoser Weltwirtschaftsforum protestieren und zur Überwindung des Kapitalismus aufrufen.
(sda/frua)
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T. Renggli
)
(fb_100001107461675
Verfasst am: 23.1.2012 22:15
untersuchung einleiten
der polizei einsatz sowie das das verhalten der... mehr
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T. Duran, New York
)
(Openyoureyes
Verfasst am: 23.1.2012 8:47
Bin gegen Gewalt
Trotzdem erstaunt es mich immer wieder, wie... [1] mehr
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A. Möbius, Berlin
)
(moe_bius
Verfasst am: 22.1.2012 22:04
Ich fordere eine Untersuchung
wesshalb diese Chaoten Helme, Gesichtsmasken... mehr
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