Kultur
Solothurner Filmtage: Am «bösen Onkel» scheiden sich die Geister
Der umstrittene Film «Der böse Onkel» bleibt im Programm der 47. Solothurner Filmtage. Das an ein reales Sexual-Verbrechen angelehnte Werk hätte durch eine Verfügung verhindert werden können, eine solche wurde aber von der Familie des Opfers doch nicht eingereicht.
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Der Streifen von Urs Odermatt erinnert teilweise an ein reales Verbrechen: Die sexuellen Übergriffe eines Aargauer Turnlehrers auf eine Schülerin Ende der 90er Jahre. Bei der Familie des Opfers stösst der Film verständlicherweise auf Unmut, zumal einige Parallelen zum tatsächlichen Verbrechen bestehen.
So war auch eine superprovisorische Verfügung im Gespräch, mit der die Premiere allenfalls hätte verhindert werden können. Eine solche traf bei den Solothurner Filmtagen aber nicht ein.
Thema grenzwertig, Umsetzung gelungen
Mit etwas weniger Überschneidungen zum Aargauer Fall hätte der Film womöglich punkten können: Odermatt schuf eine Art Kunstfilm mit schnellen Schnitten und Traumsequenzen. Der Film wird aber ausserhalb der Wettbewerbskategorien gezeigt.
(sda/muep)
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