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6 Bundesräte und ihr Stress beim WEF

Freitag, 20. Januar 2012, 16:14 Uhr

Gleich sechs Bundesräte weilen vom 25. bis zum 29. Januar am World Economic Forum (WEF). Damit die Magistraten rechtzeitig zu ihren Terminen erscheinen, ist logistische Präzisionsarbeit gefordert. Rund 50 Mitarbeitende des Bundes begleiten ihre Chefs in die Bündner Berge.

Die Bundesräte nehmen gar nicht am eigentlichen World Economic Forum in Davos teil – sie weilen vielmehr während der Grossveranstaltung im Bündner Ferienort und nutzen die Anwesenheit der hohen Staats- und Wirtschaftsvertreter für bilaterale Gespräche. Wie Thomas Abegglen, Kommunikationskoordinator des Bundes während dem WEF, zu «SF Online» sagt, liefert das Forum den Rahmen für eine ganze Reihe von Treffen.

Es sei eher die Ausnahme, dass Bundesräte an WEF-Veranstaltungen teilnehmen, so Abegglen. Der amtierende Bundespräsident eröffnet jeweils das Forum und hält eine Ansprache. Das ist in diesem Jahr Eveline Widmer-Schlumpf. Vereinzelt nehmen die Bundesräte auch an Podiumsdiskussionen teil.

Organisation beginnt schon vor dem WEF

Der Aufenthalt in Davos während des World Economic Forums hat für die Bundesräte einen grossen Stellenwert: Sie können von der hohen Dichte an politischen und wirtschaftlichen Kontakten profitieren. Und umgekehrt profitieren die ausländischen Minister von der Anwesenheit der Schweizer Regierungsmitglieder.

Der grosse Stress für die Beteiligten beginnt schon vor dem WEF. Vor den eigentlichen Treffen müssen Termine koordiniert, Themen abgeklärt und Unterlagen vorbereitet werden, sagt Thomas Abegglen. Der Aufwand im Vorfeld sei sehr gross.

Staatsgespräche beim Kaffee

In Davos selber gebe es dennoch viel Dynamik. Die Delegationen laufen sich schon einmal auf der Strasse über den Weg. «Ein Wirtschaftsführer kennt einen Ex-Staatspräsidenten oder ein Bundesratsmitglied und schon geht das Schwatzen los», sagt Abegglen. Da könne es auch passieren, dass man sich spontan zu einem Kaffee trifft und wichtige Themen bespricht.

Keine Zeit für Privatvergnügen

Generell ist die Atmosphäre in einem Umfeld wie dem WEF entspannter als während eines offiziellen Staatsempfangs. Trotzdem: Das Programm ist dicht gedrängt. Rund 50 Personen sorgen während der vier Tage dafür, dass die Bundesräte pünktlich und mit den nötigen Unterlagen zu ihren Terminen erscheinen. Dazu gehören persönliche Mitarbeitende der Minister, Spitzenleute aus den Departementen, aber auch Chauffeure.

Die meisten Treffen fänden im Hotel statt, in dem die Bundesräte untergebracht seien, sagt Thomas Abegglen. Dort gebe es geeignete Konferenzräume. Nur selten können die Regierungsmitglieder etwas die Bündner Bergwelt geniessen. Denn für Freizeitvergnügen wie Skifahren reicht es bei dem bundesrätlichen WEF-Marathon nicht.

(sf/gern)

Kommentare aktiv...

K. Geiersberger, Azmoos
(Baraka Mann)
Verfasst am: 21.1.2012 18:12

Es wird ein Treffen geprägt von Ratlosigkeit sein.

Mit den Begriff “Die Natürliche... mehr

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B. Müller, Mona Vale
(Lifeguard Mann)
Verfasst am: 21.1.2012 2:37

Was bring es?

Ein grosser Aufwand auf Kosten des Steuerzahlers... mehr

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R. Fauser, Augsburg
(Binzottl Mann)
Verfasst am: 20.1.2012 23:33

@A.Beobachter Hämische Betrachtungen stammen stets von Eliten, die von oben herab unerlässlich

versuchen, den Bürger in seinen freiheitlichen... mehr

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